Kein Anschluss unter dieser ...
Da liegen die Nerven blank:
Wer den Telefonanbieter wechselt,
muss sich – um es vorsichtig auszudrücken – auf Probleme einstellen.
Die Telefongesellschaften kämpfen um jeden Kunden, die Angebote klingen verlockend. Doch manchmal geht der Wechsel schief. So wie bei Erika Meyer: "Nach dem Wechsel konnten mich meine Kunden drei Wochen lang telefonisch nicht erreichen", klagt die Inhaberin eines Gardinen- und Reinigungsservices in Oldenburg. Anfang August sollte der Wechsel von der Telekom zu Freenet über die Bühne gehen, während ihrer Betriebsferien. Doch als Meyer aus dem Urlaub zurückkehrte, fing der Ärger an: "Ich konnte zwar selbst telefonieren, bekam aber keine Anrufe mehr." Meyer wandte sich an die Service-Hotline von Freenet. Doch statt einer schnellen Lösung hieß es mal, das Netz sei gestört, dann wieder sollte es an der Telekom liegen. "Und bei jedem neuem Anruf musste ich alles wieder von vorne erklären." Nach zwei Wochen ohne Telefon war die 58-Jährige "völlig verzweifelt", ihr Betrieb stand praktisch ohne Aufträge da.
Meyer ist kein Einzelfall. Wer Anbieter oder Tarif wechselt, will meistens Kosten sparen, sagt Isabella Eigner von der Stiftung Warentest. Doch nach einem Wechsel sind viele Kunden erst richtig unzufrieden, ergab eine Umfrage der Stiftung: "40 Prozent der Umfrageteilnehmer, die schon einmal gewechselt haben, hatten dabei Probleme", berichtet Eigner. Ganz besonders ärgerte die Kunden der Kundenservice im Problemfall: Nutzlose Auskünfte, schlechte Erreichbarkeit und dauernd wechselnde Zuständigkeiten des Kundendienstes beklagten die Betroffenen am häufigsten.