Zurück zur Startseite

Die handwerk.com Hilfe
handwerk.com - Das Info-Portal für Entscheider im Handwerk
Das schreiben handwerk.com User

Kontakt zum handwerk.com Team
Newsletter bestellen
Mailinglisteneintrag



· Profi-Suche




Container




Startseite



 
FUHRPARK
RUND UMS AUTO
Gift für den Tank
tanken
Bald soll Benzin mehr Bioethanol beigemischt werden. Problem: Vielen Fahrzeugen bekommt die neue Mixtur nicht.

Die Formel heißt E10. Und zu wirken beginnt sie voraussichtlich ab Mitte 2008. Dann soll eine Verordnung in Kraft treten, nach der Normal- und Superbenzin bis zu zehn Prozent Ethanol enthalten dürfen. Politik und Automobilindustrie sprechen von einem wichtigen Beitrag zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen. Autofahrer aber zahlen dafür drauf.

Ethanol greift Kunststoffe und Aluminium an. Zehn Prozent im Benzin seien Gift für Kraftstoffleitungen und Einspritzpumpen aus diesem Material, warnen Experten. Bitter: Nur in einer Spritsorte werden weiterhin nicht mehr als fünf Prozent Alkohol schwimmen – Super plus.

Der ADAC schätzt laut einem Bericht der ZDF-Magazins "Frontal 21", dass "mehrere Millionen" Autofahrer statt Normal oder Super künftig das teuerste Destillat tanken müssen. Der Verband der Deutsche Automobilindustrie (VDA) spricht "nach intensiver Prüfung und Abstimmung" mit den Herstellern von nur 375.000 Betroffenen. Bei den Fahrzeugen handle es sich in erster Linie um Direkteinspritzer der ersten Generation.

BMW und Mercedes versichern, dass auch ihre Modelle, die vor 1998 gebaut wurden, den E10-Sprit vertragen. Noch vor ein paar Tagen hieß es, diese Autos dürsteten bald nach Super plus. Auch Ford gibt Entwarnung. Abgesehen vom "Ka" schluckten alle Benziner anstandslos E10, teilt der Autohersteller mit. Andere Konzerne prüfen noch, welche älteren Modelle betroffen sind. So etwa VW, Opel und Renault.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vertraut auf die Zahl des VDA. Sie sei Grundlage für den anstehenden Beschluss der Regierung, betonte er gegenüber dem ZDF. "Wir verlassen uns darauf, dass die Vorstandsvorsitzenden der deutschen Automobilunternehmen, die im Vorstand des VDA sitzen, denen die richtigen Zahlen gesagt haben". Sollten die Zahlen nicht stimmen, "haben wir ein Problem", räumte Gabriel ein.

Ein Ärgernis, das offenbar auf alle Lenker neuerer Benziner zukommt: Der höhere Bio-Anteil verteuere den Sprit um sechs Cent pro Liter, prophezeit der Mineralöl-
wirtschaftsverband.

(mfi)

Leserbrief: Leserbriefe zu diesem Artikel

Zur Druckansicht des Artikels
Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel
Artikel versenden
Weiter Informationen zum Thema abbonieren

Suche nach
verwandten Artikeln
Suche nach verwandten Artikeln










FAHRBERICHTE




RUND UMS AUTO