Kaum dass der Markt die letzte Brotpreiserhöhung verdaut hat, tischen Bäcker die nächste auf. Sie müssen, sagen sie.
„Wenn wir überleben wollen, müssen wir die Preise anheben“, sagt Bäckermeister Michael Krone. Im Sommer hatte er noch nicht mehr für Brot und Brötchen verlangt. Erst zu Beginn dieses Monats musste auch er die Preise anziehen. „Es ist wie eine Kettenreaktion“, berichtet der Hildesheimer. Denn erst stiegen zu Beginn des Jahres die Energiepreise und dann ging es mit den Rohstoffpreisen weiter. Und wenn im Januar noch mal eine Erhöhung droht? „Dann müssen wir mitziehen“, stellt Krone klar.
Wie fiel der letzte Preisanstieg aus? Ein Drei-Pfund-Brot kostet jetzt 3,95 Euro statt vorher 3,60 Euro. Pro Brötchen haben wir einen Cent draufgeschlagen, bei Spezialbrötchen zwei Cent“, sagt der Handwerksmeister. Je nach Sorte musste er bei Kuchen und anderen süßen Leckereien zehn Prozent mehr von den Kunden verlangen. Die Bäckerei Krone hat sich auf Vollkornbackwaren spezialisiert und betreibt zwei Filialen in Hildesheim.
Der Verband Deutscher Großbäckereien hatte vermeldet, dass mit weiteren Preiserhöhungen für Backwaren gerechnet werden muss. Für die Bäckereien sei dies eine Möglichkeit, die gestiegene Getreide- und Rohstoffpreise an ihre Kunden weitergeben. „Filialisierte Betriebe und kleine Bäckereien setzen ihre Preise ohnehin selbst fest“, betont Verbandspräsident Helmut Klemme. Aber betroffen seien sie allemal.
(ja)