24.09.2009
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Urteil

Diebischer Betriebsrat nicht kündbar

Oft ist ein Diebstahl im Betrieb Grund genug für eine fristlose Kündigung. Doch wenn der Täter Betriebsrat ist und der Schaden gering, kann die Sache ganz anders aussehen.

Es ging um Ware im Wert von weniger als zehn Cent, und das Arbeitsgericht Dortmund hatte bereits entschieden: Ein Bäcker, der sich beim firmeneigenen Brotaufstrich bedient hatte, sollte seinen Job behalten - weil der Schaden gering war und das künftige Risiko für den Arbeitgeber überschaubar.

Der Unternehmer sah das jedoch nicht ein, und holte sich nun auch vor dem Landesarbeitsgericht Hamm eine Abfuhr. Die Richter lehnten eine fristlose Kündigung ab, weil der Mitarbeiter Betriebsrat ist.

Die Richter sahen die sofortige Entlassung des Bäckers als unverhältnismäßig an. Zwar könne der Diebstahl von geringwertigen Gegenständen aus dem Besitz des Arbeitgebers grundsätzlich zu einer außerordentlichen Kündigung führen, argumentierten die Richter. Doch seien die Interessen der Parteien abzuwägen. Betriebsräte seien nur aus Gründen kündbar sind, die eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Angesichts des geringen Schadens wäre in diesem Fall jedoch allenfalls eine fristgerechte Kündigung vertretbar gewesen. Die Folge: Der Mitarbeiter behält seinen Job.

(jw/bw)

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1 Kommentar zu "Diebischer Betriebsrat nicht kündbar "

  1. smith john - 21.10.2016, 12:37 Uhr (Kommentar melden) Antworten

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