Vollgas gegen Fahrverbote
Nur noch ein halbes Jahr, dann drohen in den ersten Städten Fahrverbote. Das Berliner Handwerk setzt jetzt zum Sturm auf die Barrikaden an.
Die Uhr tickt. In Berlin wollen die Stadtväter ab Anfang 2008 alte Transporter aus der "Umweltzone" verbannen. Andere Städten wie etwa Braunschweig oder Regensburg planen sogar noch für dieses Jahr, alte Dieselfahrzeuge auszusperren. Gefahr: Das Handwerk könnte regelrecht lahm gelegt werden.
In der Bundeshauptstadt dürften 43 Prozent der Betriebe mit Transporter oder Lkw ab Januar die Innenstadt nicht mehr befahren, schlägt die Berliner Handwerkskammer Alarm. Nach Einführung der zweiten Stufe der Unweltzone wären "weitere 52 Prozent" der Unternehmen ausgebremst, heißt es.
Bitter: Ursprünglich hatte der Berliner Senat angekündigt, eine Umweltzone nur einzuführen, wenn alle Lkw und Transporter nachträglich mit einem Rußfilter ausgerüstet werden können. Doch "nur für wenige Fahrzeuge wird eine Nachrüstmöglichkeit am Markt angeboten", kritisiert Kammerpräsident Stephan Schwarz. Anstoß nimmt Schwarz auch an der restriktiven Vergabe von Ausnahmeregelungen für Unternehmen.
"Für die überwiegend kleinen und mittleren Handwerksbetriebe ist das ein harter Schlag", der Arbeits- und Ausbildungsplätze kosten kann", warnt der Kammerchef und ruft zum "Sturm gegen Fahrverbote" auf.