15.02.2016
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Azubis

“Ich lasse keinen gleich fallen”

Thomas Feik legt viel Wert auf Ausbildung. Auch schwächeren Azubis gibt er eine Chance. Damit fährt der Maschinenbauer gut. Und mit seinem Engagement für die Ausbildung ist er nicht allein.

 - Klemmt sich hinter seine Azubis: Unternehmer Thomas Feik
Klemmt sich hinter seine Azubis: Unternehmer Thomas Feik
Foto: Hamacher

Thomas Feik ist Stolz. Gerade hat seine Auszubildende Alisa Oevermann die Zwischenprüfung bestanden. Dass die 17-Jährige das geschafft hat, ist keineswegs selbstverständlich. Denn durch eine zurückliegende neurologische Erkrankung ist die junge Frau Lernbehindert. Vor allem in der Schule hatte die Auszubildende Probleme. Thomas Feik ließ sich nicht beirren und suchte gemeinsam mit Alisa Oevermann nach möglichen Alternativen. Gemeinsam widmeten sie das Ausbildungsverhältnis um. Statt Feinwerkmechanikerin lernte Oevermann nun “Fachkraft für Metalltechnik”, wechselte von der normalen Berufsschule in eine spezielle Schule für Hörgeschädigte – und begann auf einmal auch in der Schule Fuß zu fassen.

Ein Einzelfall? “Nein”, sagt Unternehmer Thomas Feik. Er gibt Jugendlichen immer wieder Chancen, bei denen andere Betriebe dankend ablehnen würden. Und damit fährt er gut. “Ich habe selbst nur einen Hauptschulabschluss und weiß wie steinig der Weg zum Erfolg ist”, sagt Feik. Der Maschinenbauer kooperiert mit der Hauptschule in Bramsche. “So haben wir schon viele gute Leute gewonnen, die heute fest zum Team gehören”, freut sich Feik. Gerade in Zeiten, wo überall über den wachsenden Fachkräftemangel diskutiert werde, fahre sein Betrieb mit diesem Ansatz sehr gut. “Natürlich merken auch wir das die Zahl der Bewerbungen zurückgeht. Aber nicht zuletzt durch die Kooperation mit der Schule, kommen wir ganz gut hin.”

Insgesamt beschäftigt Feik 26 Mitarbeiter. Vier davon sind in der Ausbildung. Der Maschinenbaubetrieb in Bramsche ist in der Dreh- und Schweißtechnik zu Hause. Neben der Fertigung von Spezialteilen, sind Feik und seine Mitarbeiter zur Stelle, wenn es um Reparaturen geht. “Steht zum Beispiel bei Coppenrath ein Band still, klingelt bei uns das Telefon”, veranschaulicht Feik. Und auch dann zahlt sich sein Engagement aus: “Denn auch wenn wir Nachts ran müssen oder am Wochenende, zieht meine Mannschaft richtig gut mit.”

Engagement für Auszubildende als eine Antwort auf den Fachkräftemangel? Warum Feik mit diesem Ansatz nicht allein dasteht, lesen Sie auf der nächsten Seite.

 
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