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Für viele Handwerksunternehmer ist die Vereinbarkeit von Familie und Betrieb noch immer ein Spagat. Viele Kinder werden von ihren Müttern zuhause betreut, ergibt die aktuelle handwerk.com-Umfrage. Doch in Zukunft soll sich daran etwas ändern.

In dieser Woche haben wir gefragt: „Kinderbetreuung: Wo bleibt Ihr Nachwuchs, wenn Sie arbeiten?“ Eindeutige Antwort von 43 Prozent der Unternehmer: „Zuhause – darum kümmert sich meine Frau.“ Gut ein Drittel der Befragten sind mit dem Betreuungsangebot vor Ort zufrieden und sagen: „Krippe und Kita – vor Ort gibt es gut Betreuungszeiten.“ Eher die Ausnahme sind "Tagesmutter & Co", knapp 12 Prozent nutzen solche Angebote. Die verbleibenden 12 Prozent sagen: „Mein Partner/in und ich teilen uns die Betreuung.“

Eine familienbewusste Arbeitswelt ist laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) die Vorraussetzung, damit sich wieder mehr Menschen für Kinder entscheiden und dabei ihre Leistungsfähigkeit im Beruf entfalten können. Eine familienbewusste Personalpolitik sei ein wirksames Instrument, das Potenzial dieser Beschäftigten zu erhalten. Zudem biete sich die Chance, die gewerblich-technischen Berufe des Handwerks, die teilweise noch Männerdomänen sind, attraktiver für junge Frauen zu machen.

Da mehr als drei Viertel der Handwerksbetriebe familiengeführt sind, herrsche in den Betrieben eine natürliche Sensibilität für das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Bundesfamilienministerium und der ZDH haben jetzt vereinbart, die Familienfreundlichkeit im Handwerk weiter auszubauen. Dafür will das Familienministerium sein Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ stärker auf die besonderen Bedürfnisse von Handwerksbetrieben ausrichten. Ziel sei es, Beispiele der Praxis dann öffentlichkeitswirksam in die breite Fläche zu tragen.

(ja)



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