Nach dem Acht Prozent-Abschluss im öffentlichen Dienst: Auch im Handwerk klopfen Mitarbeiter offenbar verstärkt an die Türen ihrer Chefs. Was sagen Sie einem Angestellten, der mehr Geld fordert? Wir kennen eine der möglichen Antworten.
Sie lautet: Erfolgsbeteiligung. Die Mitarbeiter des hannoverschen Malerbetriebes Grube sind beispielsweise „bis zum Gesellen runter“ am Gewinn beteiligt. So können sie selbst – durch die Qualität ihrer Arbeit – an der Einkommensschraube drehen.
Grube-Chef Dirk Maeder erstellt für jede Baustelle eine „Deckungsbeitragsrechnung“. Wenn alle Nickeligkeiten mit dem Kunden geklärt und alle Zahlungsströme geflossen sind, zieht Maeder finanzbuchhalterisch einen Strich unter das Projekt: „Wir rechnen aus, was wirklich übrig geblieben ist – den Gewinn.“
Maeder definiert dafür die „hundertprozentige Deckung der Gemeinkosten pro Stunde“ in seiner Kalkulation. Was darüber liegt, wird nach einem speziellen Schlüssel an die Vorarbeiter und Gesellen ausgeschüttet. 40 Prozent bleiben im Unternehmen: „Wir müssen ja auch von etwas leben.“
"Kräftiger Schluck aus der Pulle!" Und: "Endlich mehr Geld in der Tasche." Haben die Schlagzeilen der vergangenen Tage auch Ihre Leute nervös werden lassen? Was antworten Sie einem Gesellen, der mehr Geld verlangt?
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(sfk)