07.05.2015
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Netzwerk „Komm, mach MINT“

Mehr Frauen für Technik gewinnen

Praktika, Aktionstage, überzeugende Vorbilder: Der Zentralverband des Deutschen Handwerks will mehr Frauen für technische Berufe begeistern. Deshalb ist er einem bundesweiten Netzwerk beigetreten.

Mehr Frauen braucht das Handwerk:
Mehr Frauen braucht das Handwerk: - Das gilt besonders für die technischen Berufe.
Das gilt besonders für die technischen Berufe.
Foto: ehrenberg-bilder - Fotolia.com

Rund 8,5 Prozent der Ausbildungsanfänger in den technischen Berufen des Handwerks sind junge Frauen. „Diesen Anteil wollen wir deutlich steigern“, sagt der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer.

Damit das leichter gelingt, ist der ZDH Ende April dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ beigetreten. Das bundesweite Netzwerk wurde 2008 auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ins Leben gerufen. Ziel ist es, mehr Frauen für Berufe und Studiengänge in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu gewinnen und den Anteil der weiblichen Führungskräfte zu steigern.

Zu den Netzwerkpartnern gehören Verbände und Gewerkschaften, Unternehmen und Stiftungen, Forschungsorganisationen und Hochschulen, Länder, Vereine und Medien. Sie haben sich mit dem Beitritt unter anderem dazu verpflichtetet, jungen Frauen durch Praktikumsplätze, Aktionstage, Workshops und andere Angebote bei der Berufsorientierung zu helfen. Die verschiedenen Maßnahmen sind auf einer Projektlandkarte im Internet unter www.komm-mach-mint.de gelistet. Koordiniert werden die Aktionen durch die Geschäftsstelle von "Komm, mach MINT" im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit.

„Auch in stark technisch orientierten Handwerksberufen stehen Frauen facettenreiche Ausbildungsgänge und Karriereperspektiven offen“, betont ZDH-Präsident Wollseifer. Insgesamt komme im Handwerk auf vier Meister eine Meisterin, in den MINT-Handwerken seien Frauen mit Meisterqualifikation aber seltener anzutreffen.

Eine dieser MINT-Meisterinnen ist die 27-jährige Alicja Lundt aus Berlin. Nach dem Abitur stieg sie in den Kfz-Betrieb ihres Vaters, die Lundtauto Sportwagen Service GmbH ein. „Als Frau in einer Männerdomäne zu arbeiten, ist nicht immer einfach“, sagt sie. „Man wird oft nicht richtig ernst genommen.“ Junge Frauen mit Interesse für diese Berufe sollten ihr zufolge Durchhaltevermögen und ein dickes Fell mitbringen. Alicja Lundt hat durchgehalten: „Ich würde diesen Berufsweg immer wieder gehen“, sagt die Kfz-Meisterin.

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(afu)

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