Ein simpler Dreisatz: Nokia streicht 88 Millionen Euro ein und schafft dauerhaft keinen Arbeitsplatz. Wieviel Geld müsste in den Handwerksbetrieb xy fließen, der dauerhaft drei Arbeitsplätze schafft?
Die eindeutige Antwort: reichlich. „Zwei Drittel der Arbeitsplätze in Deutschland schafft der Mittelstand: im Handwerk, in Familienbetrieben. Dort müssen wir gezielt fördern, und die Betriebe bleiben auch vor Ort“, schreibt die Grünen-Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae im Berliner Tagesspiegel.
Andreae reagiert mit ihrem offenen Brief auf pessimistische Stimmen, die vor dem „globalisierten Subventionstourismus“ und der „Machtlosigkeit der Politik“ kapitulieren. Die Krux aus ihrer Sicht: Auf der einen Seite sind „florierende Großunternehmen“ eigentlich gar nicht auf Subventionen angewiesen. Auf der anderen Seiten werden kleinen Unternehmen oft schon einfache Kredite verwehrt.
Marktwirtschaft bringe viel, meint Andreae, benötige aber Regeln und richtige Anreize: „Wir brauchen eine transparente und zielgenaue Subventionspraxis – und eine öffentliche Vergabepraxis, die unverantwortliche Unternehmen nicht auch noch belohnt.“
Wohin gehören die Fördermillionen? Unter welchen Bedingungen könnten Sie neue Arbeitsplätze schaffen? Schreiben Sie der
Redaktion! (sfk)