Dass ausgerechnet beim Bau des Bundesbauministeriums gepfuscht wurde, hat bereits in der Vergangenheit für Häme gesorgt. Die aktuellen Anmerkungen des Rechnungshofes zu den Schäden des schicken Gebäudes in Berlin-Mitte dürften die Spötter nicht besänftigen.
Die Berliner Zeitung konnte sich den Bericht genau ansehen. Ergebnis: "Mangelnde Kontrolle" habe den Pfusch begünstigt. Und das Blatt benennt auch die Baumängel im Einzelnen: "Die Büro-Belüftung funktioniert nicht, der Brandschutz ist nicht in Ordnung, ebenso das Dach und die Statik."
1999 sei das Dienstgebäude für 45 Millionen Euro errichtet worden. Seit 2006 werde das Haus saniert, die 340 Mitarbeiter "mussten das Haus verlassen". Die Folgekosten laut Berliner Zeitung: rund 25 Millionen Euro.
Ein "externer Projektcontroller" habe die Bauarbeiten überwacht. Daher "fehlte dem Bundesamt der unmittelbare Einblick in die Baumaßnahmen", zitiert die Tageszeitung die Rechnungsprüfer. Wegen des Umzugs der Regierung nach Berlin habe das Projekt unter enormen Zeitdruck gestanden.
Ein weiteres Beispiel für Fehler, die in der Planung übersehen worden waren: Fenster erstreckten sich über je zwei Räume. Diese spezielle Bauart habe für "einen ungewollten Luft- und Geräuschaustausch zwischen beiden Räumen" gesorgt.
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(sfk)