Dass Tchibo neuerdings Malerarbeiten verkauft, kommt im Handwerk gar nicht gut an. „Was sind das für Kollegen, die sich dafür hergeben?“, fragt der Malermeister Robert Mateyka im Münchener Merkur.
Mateyka, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Oberland, rechnet in der Tageszeitung vor, wie er die Preise des Kaffeekonzerns einordnet: „Bei Tchibo kostet das Streichen einer 60 Quadratmeter großen Wohnung laut Angebot 1019,40 Euro netto. Einer der 143 Mitgliedsfirmen der Malerinnung macht das für 810 Euro." Und der Kunde zahle dann für Qualität.
Wie
berichtet garantiert Tchibo dafür, dass „vernünftige Leute die Arbeiten ordentlich und termingerecht erledigen“. Im Merkur merkt Mateyka an, dass die Kunden nicht wüssten, welche Qualifikationen die Tchibo-Handwerker haben, die zu ihnen ins Haus kommen.
Der Obermeister prophezeit, dass Reklamationen die Ausgangspreise in die Höhe treiben könnten. Sein Tipp: „Die Kunden sollten sich auf jeden Fall genau die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durchlesen.“
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