Hat in jüngster Zeit ein "Kunde" eine Nachricht auf Ihrem Anrufbeantworter hinterlassen und einen Auftrag in Aussicht gestellt? Dann sollten Sie sich seine Nummer ganz genau ansehen – ansonsten könnte der Rückruf teuer werden.
Die Kreativität der Nepper ist scheinbar grenzenlos – auch wenn es um kleines Geld geht. Ein aktueller Trick: Ein Anrufer hinterlässt auf dem Anrufbeantworter eine erfreuliche Nachricht. Er kündigt einen Auftrag an und bittet um Rückruf. Bei der Rückrufnummer handelt es sich um eine kostenpflichtige Nummer mit den Anwahlziffern 0137.
„Unsere Mitgliedsbetriebe wurden dann abgewimmelt und es kam zu keinem Auftrag“, warnt der Pressesprecher der
Handwerkskammer Lübeck, Ulf Grünke.
Die 0137 ist wie die 0900 eine MabeZ-Nummer. MabeZ steht für "Massenverkehr zu bestimmten Zielen im Telefonverkehr". Für Anrufe aus dem Festnetz werden für derartige Nummern in der Regel ein Euro pro Anruf in Rechnung gestellt. Bei Anrufen von Mobiltelefonen kann die Gebühr erheblich höher sein.
Bei dem Verdacht auf einen Rufnummernmissbrauch können sich Betriebe an die
Bundesnetzagentur wenden.
(sfk)