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12.08.2003
HANDWERK
AKTUELL
“Schwer überhörbarer Aufschrei“
Wie stehen die Chancen für eine zügige Umsetzung des ZDB-Vorschlags? Darüber berate die „Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft-Zahlungsmoral“. Der Abschlussbericht werde „voraussichtlich“ noch in diesem Jahr vorliegen, sagt BMJ-Pressesprecher Ulf Gerder. Er sieht vor allem „wirtschaftliche Faktoren“, die Bauhandwerker davon abhalten, ihre Position durchzusetzen: „Der gesetzliche Rahmen passt. Die Unternehmen müssen nur einheitlich auf die Sicherheitsleistungen bestehen.“

„Das soll der mal in einem Zeitfenster versuchen, das den gegenwärtigen Bauabläufen entspricht“, kontert Kolodzy. Wenn innerhalb von einer Woche ein Dachstuhl geliefert werden soll, könne er den Auftraggebern nicht mit Vertragserfüllungsbürgschaften kommen: „Die legen auf und suchen sich den nächsten.“

Das Bundesjustizministerium erkenne offensichtlich nicht, wie sehr die Probleme den Unternehmern unter den Nägeln brennen, sagt Esser. Dass Bauhandwerker ihre bereits geleistete Leistung wieder abreißen, sei ein Aufschrei, den man nur schwerlich überhören könne: „Das sind Verzweiflungstaten, die ich keinesfalls gutheißen will. Verstehen kann ich die Betriebsinhaber aus unternehmerischer Sicht schon.“



Weitere Informationen zum Thema:
  • „Vertrag kommt von Vertragen“
  • Alte Leier – neuer Ärger

  • (sfk)

    Weiterlesen:
      [Mahnverfahren per Kettensäge]
      [“BGB-Regelung ein Grundübel“]
      [“Schwer überhörbarer Aufschrei“]

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