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12.03.2007
HANDWERK
AKTUELL
"Minimum vier Monate Arbeit fürs Handwerk"
Mieter der Immobilie mit der Hausnummer 1097 ist der Internationale Bund, ein öffentlicher Träger betreuter Wohnformen für wohnungslose Erwachsene. Das Haus gehört allerdings der privatwirtschaftlich agierenden Kölner Wohnungsbaugesellschaft „Grund und Boden“. Frage an das JobCenter ARGE Köln, das für den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern in der Domstadt verantwortlich zeichnet: Warum ist der Renovierungsauftrag am Handwerk vorbei gegangen?

Die Ein-Euro-Kräfte seien „im Rahmen qualifizierender Tätigkeiten eingesetzt“ worden, antwortet ARGE-Geschäftsführer Josef Ludwig: „Die eingesetzten Personen hatten zwar teilweise eine Ausbildung im Malerhandwerk, jedoch einen höchst unterschiedlichen Kenntnisstand und sehr differenzierte Ansichten über die Ausführung fachlicher Tätigkeiten.“ Das Ziel der Maßnahme sei die „Heranführung an realitätsnahe Arbeitsbedingungen“, um so den Teilnehmern eine Chance auf den ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Interessant ist der letzte Satz in Ludwigs Stellungnahme: „Der qualifizierende Charakter ergibt sich auch aus dem langen Zeitraum des Einsatzes [...] von Dezember 2005 bis Oktober 2006. Eine Fachfirma hätte [...] höchstens vier Wochen benötigt.“

„Vier Wochen Arbeit für eine Fachfirma! Das ist allerdings bemerkenswert“, lautet der Kommentar von Karl Schmitz. Erstens habe er immer gedacht, dass Ein-Euro-Jobs den Betrieben keine Arbeit wegnehmen dürften. Zweitens wäre ein Betrieb mit vier bis fünf Mitarbeitern „minimum vier Monate“ beschäftigt gewesen: „Da können sie jeden unabhängigen Malermeister fragen. Wir mussten sogar Denkmalschutz-Auflagen einhalten. Und so etwas geht nicht von heute auf morgen – das war wirklich aufwändig.“
* Name von der Redaktion geändert

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      [Ein Thema auf Städtetour]
      ["Minimum vier Monate Arbeit fürs Handwerk"]

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