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03.10.2003
HANDWERK
AKTUELL
Trotz Misstrauen Termin vereinbart
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„Auftragsvermittler, die mehr versprechen als sie halten können, gibt es tatsächlich in ganz Deutschland. Ich bin – unter anderem – von der DeGeBau in Wiesbaden umworben worden“, sagt der Handwerksmeister Udo Rostek. Die DeGeBau wehrt sich offensiv gegen Rosteks Vorwürfe (das komplette Statement finden Sie hier).

Hintergrund: Nach verschiedenen Leserhinweisen hatte handwerk.com berichtet, dass Unternehmen, die nach dem Muster der Locat Projektsteuerung GmbH in Hannover arbeiten, bundesweit aktiv sind.

Obwohl er sofort misstrauisch war, ging Rostek – Elektrospezialist aus Rengsdorf (Rheinland Pfalz) – zunächst „aus reiner Neugierde und weil ich sowieso in Wiesbaden zu tun hatte" auf die Avancen der DeGeBau GmbH ein. Dort sei er nach dem "üblichen Verfahren" behandelt worden: "Leichter Druck, große Auftragsversprechen – von denen allerdings nur geredet wurde, im Vertrag war von ihnen nichts mehr zu sehen."

Bevor es zur Unterschrift kam, habe Rostek darauf bestanden, dass er die Vertragsgebühr erst bezahle, wenn ihn ein möglicher Auftraggeber bezahlen würde. "Und zwar nur als Tipp-Provision, die üblichen zwei bis zweieinhalb Prozent.“ Die DeGeBau habe sich daraufhin nie wieder bei ihm gemeldet.

Auf Nachfrage räumt DeGeBau-Geschäftsführer Stefan Engelhardt zwar ein, dass sein Unternehmen – der gleiche Terminus wie bei Locat – „Bedarfsnachfragen“ vermittele, von den geschilderten Praktiken distanziert er sich allerdings mit Nachdruck: „Wir arbeiten seriös, hatten noch nie Probleme. Dass ein Kunde mal unzufrieden ist, kann natürlich jedem mal passieren.“

Da Rostek nicht mit der DeGeBau arbeite, könne er die Arbeitsweise des Unternehmens auch nicht beurteilen, schreibt Engelhardt in einem weiteren Statement des Unternehmens.

Das Ziel der DeGeBau GmbH sei eine langfristige Zusammenarbeit mit Bauherren und Architekten: "Um das Nachfolgegeschäft, also die langfristige Versorgung mit Bauprojekten zu gewärleisten, können daher nur ausgewählte Betriebe berücksichtigt werden." Ob aus der Zusammenarbeit letztlich Aufträge resultieren, obliege den Firmen selbst. Im wesentlichen sei dies von der jeweiligen Beratung, dem Auftreten und dem konkreten Angebot abhängig.

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Weitere Informationen zum Thema:
  • Auftragsvermittler: Alle Artikel in einer Übersicht

  • (sfk)

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