„Rechnen sich Azubis?“ haben wir Handwerksunternehmer in dieser Woche gefragt. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer sagt „Ja, denn wir benötigen auch in der Zukunft Fachkräfte“. Gar nicht überzeugt davon ist knapp ein Drittel der Befragten: „Nein, Auszubildende kosten und Zeit, Geld und Nerven“, ist ihre Antwort. Und etwa jeder Fünfte Unternehmer hätte gern mehr von dem Nachwuchs im Betrieb: „Theoretisch schon, wenn sie nur etwas öfter im Betrieb wären.“
Die Meinungen gehen also weit auseinander. Die Leserstimmen, die uns erreicht haben zeigen, dass dieses Thema die Unternehmer beschäftigt. So auch diesen handwerk.com-Leser:„Wir haben festgestellt, dass Lehrlinge für unseren Betrieb nicht sonderlich effektiv sind.“ Der Malermeister, der anonym bleiben möchte, beklagt, dass Azubis von 40 geplanten Stunden letzten Endes nur 24 Stunden im Betrieb seien. Er bemängelt auch die Arbeitseinstellung des Nachwuchses. Er könne nicht verstehen, dass die Eltern der Azubis diese Einstellung: „Mein Kind braucht keine Überstunden machen“, müsse er sich anhören.
Der Handwerksmeister gebe sein Wissen gern weiter. Aber „in Anbetracht dessen, dass sich jeder Geselle nach knapp fünf Jahren als Altgesellenbetrieb selbstständig machen darf“, fehle ihm die Motivation. Denn im Endeffekt bedeute es, dass er seine Konkurrenz ausbildet.
(ja)










