Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind noch nicht alle Lehrstellen besetzt. Vier von zehn Betrieben haben Schwierigkeiten, geeignete Azubis zu finden. Das zeigt die aktuelle handwerk.com-Umfrage.
„Bewerberflaute: Haben Sie Ihre Lehrstellen besetzt?“, haben wir gefragt. Viele haben noch freie Stellen, weil sie keine geeigneten Leute finden. „Kein Treffer: der Markt ist wie leergefegt“, sagen fünf Prozent der Unternehmer. Gut ein Drittel findet: „Kein Niveau: Die Bewerber haben Defizite.
Ein Viertel der Befragten hatte keine Probleme, ihr Team zusammenzustellen. Und das verbleibende Drittel der Unternehmer bildet gar nicht mehr aus. Warum eigentlich nicht?
Denn mit dem „Ausbildungsbonus“ fördert der Staat die Schaffung zusätzlicher Lehrstellen. In den kommenden drei Jahren sollen 100.000 zusätzliche betriebliche Ausbildungsverhältnisse entstehen. Unternehmen, die zusätzliche Lehrstellen für Altbewerber schaffen, können ab sofort einen Zuschuss von bis zu 6000 Euro beantragen.
Altbewerber sind Jugendliche, die sich bereits seit mehr als zwei Jahren vergeblich um einen Ausbildungsplatz bemühen und entweder keinen Schul-, einen Sonderschul- oder einen Hauptschulabschluss haben. Die Höhe des Bonus richtet sich nach der Höhe der Ausbildungsvergütung.
Richten Unternehmen eine zusätzliche Lehrstelle für behinderte und schwerbehinderte Jugendliche ein, erhöht sich der Bonus um 30 Prozent. Bei Auszubildenden mit höheren Schulabschlüssen prüfen die Arbeitsagenturen, ob dennoch ein Bonus infrage kommt. Arbeitgeber können ab sofort bei der örtliche Agentur für Arbeit Anträge auf den Bonus stellen.
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(0 18 01) 66 44 66. (ha/ja)