Was machen Handwerksunternehmer falsch? Ihr Einkommen sinkt, während Chefs in anderen Branchen immer mehr verdienen.
Geld allein macht nicht glücklich – das müssen sich offenbar immer mehr Inhaber von Handwerksbetrieben sagen. Die aktuelle Umfrage von handwerk.com zeigt, dass die meisten gezwungen sind, den Gürtel enger zu schnallen.
"Chefgehalt: Wie hat sich Ihr Einkommen entwickelt?", haben wir gefragt. Mehr als die Hälfte der Unternehmer antwortet: "Mir bleibt heute weniger als vor ein paar Jahren.
Nicht verschlechtert, aber auch nicht verbessert hat sich ein Drittel. Allerdings: "Ich muss schuften, um das Niveau halten zu können," sagen sie. Nur knapp 15 Prozent der Unternehmer dürfen sich freuen: "Das Geschäft läuft, da fällt für den Chef mehr ab."
Deutlich besser stehen Chefs in anderen Branchen da: Laut Statistischem Bundesamt steigt das Einkommen von Unternehmern, Geschäftsführern und Bereichsleitern kontinuierlich. Im Jahr 2002 lag demnach der Bruttojahresverdienst durchschnittlich bei 84.173 Euro. 2003 betrug er 86.120 Euro, 2004 waren es 88.390 Euro, und für 2005 haben die Statistiker 90.417 Euro errechnet.
Den schrumpfenden Einkünften zum Trotz: Den Schritt in die Selbstständigkeit bereuen nur wenige Handwerker. "Sie sind fast alle glücklicher als Arbeitnehmer", hat das Magazin
Stern kürzlich festgestellt.
Lesen Sie auch: Ein fettes Gehalt ist nicht alles
(mfi)