Die Preise an den Zapfsäulen lassen Handwerksunternehmer umdenken. Viele holen ihr Zweirad wieder heraus und radeln zur Arbeit, zeigt die aktuelle handwerk.com-Umfrage.
Was für Betriebe mit hohem Fahraufwand lästig ist, freut die Fahrradhändler: Dort ist der Absatz seit Anfang des Jahres „in die Höhe geschnallt“, sagt Alwin Mindl, Inhaber eines Berliner Fahrradladens der
Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ).
Umfrageteilnehmer sehen das ähnlich. „Benzinkosten: Satteln Sie häufiger aufs Fahrrad um?“, haben wir gefragt. Knapp 44 Prozent sagen „Ja, das spart Geld und ist gesünder.“ Bei ebenfalls 44 Prozent der Befragten ist immerhin der Vorsatz da, aufs Fahrrad umzusatteln. Lediglich 13 Prozent der Unternehmer finden „Nein, das ist nicht praktikabel.“
Nach Einschätzung des Verbunds Selbstverwalter Fahrradbetriebe (VSF) steigen viele wegen der hohen Benzinpreise bei Kurzstrecken bis zu fünf Kilometern oder zum Einkaufen auf das Zweirad um. „Die Stimmung geht eindeutig in Richtung Fahrrad, langfristig erwarten wir auf jeden Fall ein deutliches Plus“, sagte der Geschäftsführer der VSF, Albert Herresthal, der HAZ.
Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) ist überzeugt, dass das Umsatteln nach dem Sommer anhalten dürfte. „Man muss nur rechnen“, sagte ein Sprecher des ADFC. Wer mit dem Fahrrad unterwegs sei, spare nicht nur Sprit, sondern komme auch bei Parkgebühren, Versicherungen, Steuern und in der Werkstatt deutlich günstiger weg.
(ja)