Für eine einheitliche Rundfunkgebühr, die alle Haushalte und Unternehmen zahlen, plädiert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Ein wissenschaftliches Gutachten des Bundestags habe gezeigt, dass eine "Medienabgabe" bei neun bis elf Euro liegen könnte.
Die Forderung ist nicht neu, aber immer noch aktuell. Nach Bitkom-Darstellung kann die Medienabgabe die "überbordende Bürokratie der GEZ" abbauen und die Schnüffelpraxis beenden. „Auch müsste man nicht ständig die Regeln ändern, wenn neue Hightech-Geräte auf den Markt kommen", sagt Bitkom-Geschäftsleiter Thomas Mosch.
Für internetfähige Computer und Handys verlangt die GEZ seit Anfang 2007 Rundfunkgebühren. Vor allem unter Betriebsinhabern hat das Thema in der zweiten Jahreshälfte 2006 für Aufregung gesorgt. Wegen der unübersichtlichen Gebührenstruktur sei vielen Bürgern und Unternehmern noch nicht klar, ob sie betroffen sind. Mosch: „Viele müssen extra zahlen, obwohl sie das magere Internet-Angebot von ARD und ZDF nicht nutzen.“
Wer bereits GEZ-Kunde ist, kommt zwar um die neue Monatsgebühr von 5,52 für Unternehmen Euro herum. Doch viele Selbstständige nutzen im Büro weder Radio noch TV – deshalb werden sie jetzt für den PC zur Kasse gebeten. Gleiches gilt für Rundfunk-Muffel mit privatem Computer. Wohn- und Betriebsräume betrachtet die GEZ dabei streng getrennt: Ein angemeldeter Fernseher im Wohnzimmer entbindet Freiberufler nicht von der PC-Gebühr im Home Office.
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