Legen Gebühreneintreiber ihre Aggressivität ab, wenn sie nicht mehr auf Provisionen angewiesen sind? Ehemalige Kontrolleure sagen: ja! Der Bayerische Rundfunk will jetzt ein Festgehalt zahlen. Wer kennt sie nicht, die schroffen Kollegen, die an der Tür klingeln und nach dem Fernseher oder dem Radio fragen. Ihre Besuche werden nicht ausbleiben, aber der Ton könnte sich bald verändern.
Denn offenbar sind GEZ-Kontrolleure nur aggressiv, weil sie aufgrund ihrer Provision unter Leistungsdruck stehen. Das berichtet
weltonline.
Der Bayerische Rundfunk (BR) prüfe derzeit, ob ein Festgehalt die Mitarbeiter entlasten könnte. Bisher verdient ein Kontrolleur umso besser, je mehr Gebühren er eintreibt.
Das soll sich ändern. Der Ruf der aggressiven Gebühreneintreiber mache den öffentlich-rechtlichen Sendern schwer zu schaffen. „Wenn sich auf breiter Front Unmut regt, ist das für uns ein Alarmzeichen“, sagte der Juristische Sprecher des BR, Albrecht Hesse, weltonline.
Ein Ex-Beauftragter der GEZ bestätigte, dass das Gehaltsystem Schuld an dem Verhalten der Mitarbeiter sein könnte. Er kritisierte auch die Vorschriften für die Gebühren: Lautsprecher in Wirtshaustoiletten sind „hirnverbrannt“.
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