Auf Baustellen wird geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist. Doch wohin verschwindet all das Material? Ein handwerk.com-Leser spricht von einer "Recycling-Mafia".
Mehr als ein Jahr ist das so gegangen in Braunschweig: Neubauten, Altbauten, alte Werkshallen, ja sogar Gartenlauben und Schuppen haben die Diebe geplündert. Die Polizei tappte im Dunkeln. Jetzt hat sie die mutmaßlichen Gaunern aufgespürt. "Das ist eine zehnköpfige Bande", berichtet Polizeisprecher Wolfgang Klages. Alle seien aus Braunschweig und wegen andere Delikte bereits polizeibekannt. Keine großen Kaliber, sondern nur "Kleinkriminelle".
Fragt sich: Wer sind die großen Profiteure in solchen Fällen? Wie auch andersorts üblich, haben die Ermittler in Braunschweig Abnehmern der Ware auf den Zahn gefühlt. "Die Diebe haben ihre Beute an Schrotthändler verkauft", sagt Klages. Die wiederum hätten Material und Lieferanten in ihren Büchern festgehalten. Und sie seien gesprächsbereit gewesen. Doch das scheint längst nicht überall der Fall.
"Die Problematik wird durch die Aufkäufer der Rohstoffe stark begünstigt", schreibt ein handwerk.com-Leser, der lieber anonym bleiben möchte. Sein Verdacht: Es gibt eine "Recycling-Mafia".
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(mfi)