„Bauprojekte in Ihrer Region“
Die Tricks der Auftragsvermittler: Ein internes Papier, das der handwerk.com-Redaktion vorliegt, wirft Licht auf die Geschäftspraktiken der Unternehmen.
"Ehrlich, ich hatte Bedenken, aber ich habe mich überreden lassen wie ein Schuljunge. Wie konnte ich bloß unterschreiben?" Wer seinen guten Namen unter einen Vertrag mit einem Auftragsvermittler gesetzt hat, der plagt sich nicht selten mit unternehmerischen Selbstzweifeln herum. Der Grund: So ein Kontrakt kostet einen Bauhandwerker zwar eine Stange Geld, eine Garantie für konkrete Aufträge ergibt sich daraus nicht.
Ein ehemaliger Mitarbeiter der Locat Projektsteuerung GmbH – das Unternehmen stand im Mittelpunkt unserer bisherigen Berichterstattung über Auftragsvermittler – hat der Redaktion jetzt einen Gesprächsleitfaden zugespielt, der die Arbeitsweise und Überzeugungskünste der Locat-Akquisiteure erklärt. Eine interessante Lektüre bei genauerem Hinsehen.
Die Mitarbeiter von Locat haben keinen leichten Job: Erst müsssen müssen sie wildfremden Handwerkern
aus dem gesamten Bundesgebiet telefonisch einreden, dass es eine gute Idee ist, wenn sie weder Zeit noch Mühen
scheuen, um sich persönlich in in den Locat-Räumen in der hannoverschen Innenstadt vorzustellen. Dann müssen sie die Betriebsinhaber
davon überzeugen, dass die 2800 Euro
teure Unterschrift unter den Locat-Individualvertrag ein Segen für jeden Bauhandwerker ist. Doch die Locat GmbH scheint
ihre Leute gut zu briefen.