Ein Münchener Heizungsbauer zündete das Haus ehemaliger Kunden an, während sie im Urlaub waren. Und muss jetzt dafür gerade stehen.
Johann W. gab vor Gericht zu, dass er am 28. August 2007 das „Jägerhaus“ in Bad Tölz in Brand gesteckt hat, berichtet
abendzeitung.de. Menschen seien keine verletzt worden, der Schäden liege bei 250.000 Euro.
Die Hausbewohner waren gerade im Urlaub, als der 49-jährige Handwerker an drei Stellen das Haus ansteckte. Sein Motiv? „Warum weiß ich nicht“, sagte der Angeklagte vor dem Kadi.
Aber seines Pfusches war er sich offenbar bewusst. Denn im Kellergang habe er einen Computer und einen Laptop entzündet. Ihm sei klar gewesen, dass diese Rechner Lichtbilder seiner Installationen vor dem Verputzen enthielten, räumte er gegenüber den Richtern ein.
Im Streit mit den Hauseigentümern habe der Angeklagte nach eigenen Angaben immer wieder eingelenkt und Mängel ausgebessert. Bei Zahlungen sei er der Familie entgegengekommen. Am Ende war noch eine Summe von 4500 Euro offen und eine zivilrechtliche Auseinandersetzung darüber, schreibt das Portal.
Die Tat sei auch nicht von langer Hand geplant gewesen: Am Tattag wollte Johann W. eigentlich zum Fischen fahren und hatte dafür alles vorbereitet. Als er auf einem Straßenschild Bad Tölz las, bog er kurzerhand ab und legte den Brand. Das Ergebnis: voraussichtlich eine mehrjährige Haftstrafe.
(ja)