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05.07.2007
HANDWERK
AKTUELL
Statistik wird angezählt
abakus
Gute Nachricht für alle Statistik-Muffel: Die so genannte "Vierteljährliche Handwerksberichterstattung" wird offenbar ersetzt. Bislang mussten Betriebe die Daten liefern. Künftig sollen Verwaltungsdaten genutzt werden, die ohnehin vorliegen.

Diese Möglichkeit ist seit längerem geprüft worden. Jetzt liegt der Abschlussbericht der Statistischen Ämter von Bund und Ländern dem Bundeswirtschaftsministerium vor. Zwar sind die Ergebnisse des Prüfberichts noch nicht veröffentlicht worden. "Aber alle Signale deuten in diese Richtung", sagt Dr. Peter Weiss, Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Umweltpolitik beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Der ZDH habe mit der Entwicklung keine Probleme. "Im Gegenteil, das würde aus vielen Gründen Sinn machen. Erstens könnten wir die Unternehmen entlasten, zweitens werden die Statistiken ja dadurch nicht abgeschaftt, sondern nur aus anderen Quellen geholt", meint Weiss. Der Abbau von Statistiken ist aus Weiss' Sicht an eine Grenze gestoßen: "Wir dürfen die Datensätze nicht immer weiter reduzieren, wenn wir ein ein gutes Fundament für eine vernünftige Wirtschafts- und Handwerkspolitik haben wollen."

Der ZDH-Experte hofft jetzt, dass über die Nutzung der Verwaltungsdaten ein wesentliches Element in die Statistiken zurückkehrt: "Die B1-Handwerke sind 2004 ausgegrenzt worden. Seitdem wurde nicht mehr über sie berichtet." Nach langen Jahren ließe sich wieder konkret veranschaulichen, wie sich die zulassungfreien Gewerke – etwa die Fliesenleger oder Fotografen – entwickelt haben und welche Bedeutung das B1-Handwerk heute insgsamt hat.

Das sei im Übrigen nicht nur für die Interessenvertretung wichtig, sondern auch für die Handelnden in der Wirtschaftspolitik. Hintergrund: Die Handwerksreform sollte den Wettbewerb in den zulassungsfreien Gewerken verschärfen und für höhere Umsätze und Beschäftigungszahlen sorgen. Bislang gibt es aber keinen Gradmesser dafür, wie erfolgreich diese Politik eigentlich war. "Mit Ausnahme der Betriebszahlen können wir derzeit gar nichts dazu sagen", verdeutlicht Weiss.

Informationen zum Thema:

(sfk)




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