Die finanziellen Anreize für die Energie sparende Sanierung steigen. Doch der Markt verlangt nach mehr.
Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm 2008 ist um 500 Millionen Euro aufgestockt worden. Die Nachfrage nach den Mitteln hat seit Jahresbeginn spürbar angezogen. Deshalb sei die Finanzspritze das richtige Signal, meint Otto Kentzler, Präsident des
Zentralverband des Deutschen Handwerks: „Damit wird sichergestellt, dass Sanierungswillige auch in den kommenden Monaten auf zinsgünstige Förderkredite und Investitionszuschüsse zurückgreifen können.“
Kleiner Schönheitsfehler aus Kentzlers Sicht: Die Aufstockung in 2008 ist zeitlich begrenzt und damit nicht ausreichend. Für die ambitionierten energie- und klimapolitischen Zielsetzungen sei die energetische Sanierungsrate im Gebäudebestand „nach wie vor viel zu niedrig“. Die monetären Anreize müssten dauerhaft gesteigert werden.
Die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, welche Wirkung günstige Förderzinsen erzielen: Je niedriger der Zinssatz, desto höher war die Inanspruchnahme der geförderten KfW-Kredite und entsprechend auch das Sanierungstempo. Kentzler schlägt jetzt eine Energiesparprämie für umfassende Sanierungen vor.
Seine Rechnung: Ein Steuerpflichtiger sollte bei nachgewiesenen Arbeitskosten von beispielsweise 20 000 Euro über fünf Jahre 25 Prozent dieser Kosten von der Steuerschuld abziehen können – also fünfmal jeweils 1000 Euro.
(sfk)