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15.05.2008
KREDITE
AKTUELL
Maurermeister droht mit Maschinengewehr
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Verschuldet und verzweifelt: In seiner Not drohte ein Maurermeister in Manching seinem Banker am Telefon einen Amoklauf durch sämtliche Raiffeisenbanken der Gegend an. "Ich ziehe jetzt dann los und komme", warnte der 57-Jährige..

Zwar ließ es der Handwerker bei der Drohung bewenden, berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung. Doch da waren Banker und Polizei bereits in höchster Alarmbereitschaft. Später ermittelte die Polizei den anonymen Anrufer. Vor Gericht zeigte der Richter angesichts der Vorgeschichte Milde. Der Handwerker war schon vom Schicksal gebeutelt: Erst hatte vor zehn Jahren sein Sohn durch einen Unfall eine schwere Behinderung erlitten, dann ging es mit dem Betrieb bergab, und am Ende reichte auch die Zwangsversteigerung des Wohnhauses nicht aus, um alle Verbindlichkeiten abzutragen. Der Maurermeister hat immer noch 170 000 Euro Schulden. Da griff er zum Telefonhörer. Das Gericht stellte das Verfahren gegen eine Geldauflage in Höhe von 500 Euro ein.

Doch nicht jeder darf auf so viel Verständnis vor Gericht hoffen. Also: Vor einem wütenden Anruf bei Ihrem Banker sollten Sie sich auf andere Gedanken bringen. Zum Beispiel so:
  • Sichtweise wechseln: Versetzen Sie sich Ihr Gegenüber: Was will er wirklich? Sie fertigmachen? Seine eigene Haut retten? Oder macht er nur seinen Job? Könnte er auch anders reagieren - und wenn ja: Was könnte ihn dazu motivieren?


  • Selbstvertrauen stärken: Wer auf andere wütend ist oder Angst hat, steigert sich schnell in diese Gedanken hinein. Bringen Sie sich auf andere Gedanken: Was haben Sie schon alles geschafft im Leben, welche Krisen haben Sie schon bewältigt? Wie oft waren Sie schon erfolgreich? Was ist wirklich wichtig in Ihrem Leben, wofür könnten Sie dankbar sein?


  • Stress abbauen: Bevor Sie etwas sagen, was Ihnen später leid tut, sollten Sie aus der Situation lieber aussteigen - und wenn es nur ein kleiner Gang zum WC ist. Hilfreich ist auch Bewegung: Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren zum Beispiel, ein Spaziergang oder eine kleine Radtour. Auch der Atemrhythmus wirkt sich stressmindernd aus:Atmen Sie tief in den Bauch, und lassen Sie den Atem langsam wieder ausströmen. Wiederholen Sie die Übung. Pressen Sie dabei die Spitzen Ihrer Finger aneinander, das unterstützt eine weite Atmung und wird mit etwas Übung zum Signal, sich zu beruhigen.


  • Gute Miene machen: Nutzen Sie Ihre Körpersprache, um sich selbst zu beeinflussen. Mit einem Lächeln setzt sofort Entspannung ein, selbst wenn Sie dabei nur gute Miene zum bösen Spiel machen.


  • Stellvertreter wählen: Wenn Sie nicht aus Ihrer Haut können, schicken sie jemand anderen in die Verhandlung. Einen leitenden Mitarbeiter, Ihre Frau - oder Ihren Anwalt.

(jw)




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