Beispiel Niedersachsen: Eine Erhebung des Städte- und Gemeindebundes ergab, dass zwischen Harz und Nordsee vielen Haushalten der Zugang zum schnellen Internet verweigert wird. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ).
Dabei ist ein DSL-Zugang heute „als Standortfaktor ebenso wichtig wie ein Energie- und Wasseranschluss“, zitiert das Blatt einen Sprecher des Industrie- und Handelskammertages. Unternehmen, die nicht mit der schnellen Datenleitung kommunizieren könnten, wandern ab oder siedeln sich erst gar nicht an, heißt es.
Mehrere Gemeinden im Landkreis Lüneburg oder Rotenburg klagen über fehlenden Anschluss zur Datenautobahn. Insgesamt sei in 23 von 37 Landkreisen die Versorgung nicht optimal. Wieso? Die großen Anbieter lehnten die Bereitstellung der Leitungen ab, schreibt die HAZ. Grund seinen die zu hohen Kosten.
Nun werden die Kommunen selber aktiv: Im Landkreis Osterholz beispielsweise kümmert sich als regionaler Anbieter um die Versorgung seiner Unternehmen und Haushalte. Und viele andere Orte folgten laut HAZ dem Beispiel.
In Oerel läuft derzeit eine Ausschreibung für die Versorgung mit Glasfaserkabeln. Sieben Telekommunikations-Unternehmen bieten derzeit darauf – zur Überraschung aller auch die Telekom, die vorher keinerlei Interesse bekundete, heißt es weiter.
In der Gemeinde Sodersdorf hingegen baue man auf Fördermittel, um somit an DSL-Leitungen zu kommen. Wie viel Geld das Land bereitstellen wird, sei noch offen. Die Betroffenen vermuten, dass die Telekom den Anschluss der Dörfer in der Hoffnung auf diese Zuschüsse unnötig herauszögert, berichtet die HAZ.
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Beantragung Ihres DSL-Anschlusses gemacht? Wohnen Sie auch in einer ländlichen Region und sind Sie davon betroffen? Dann schreiben Sie der Redaktion!
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