Dass Rasierschaum dafür sorgen kann, dass ein Atomreaktor abgestellt wird, haben zwei schwedische Handwerker bewiesen.
Vor zwei Wochen waren die beiden Familienväter wegen Sabotage-Verdachts festgenommen worden. Die externen Wartungstechniker hatten beim Betreten des Atomkraftwerk Oskarshamn den Sicherheitsalarm mit einer angeblich "hochexplosiven Substanz" ausgelöst. Verschieden Medien hatten vermeldet, dass der Sprengstoff häufig für "Terroranschläge" verwendet wird.
Jetzt hat die schwedische Polizei die Ermittlungen eingestellt, berichtet das Handelsblatt. Danach hat die kriminaltechnische Untersuchung nicht bestätigt, dass die Handwerker eine "Flasche mit Sprengstoff" ins AKW geschmuggelt haben. Die Analyse der "verdächtigen Plastiktüte" habe vielmehr ergeben, dass Rasierschaum den Bombenalarm ausgelöst hatte.
Nach Handelsblatt-Angaben belaufen sich die Kosten des Vorfalls auf zehn Millionen Euro. Einer der drei Reaktoren war für "drei Tage vom Netz genommen worden".
(sfk)
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10.06.2008
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