Kleine Tricks, wie fingierte Belege oder inkorrekte Kilometerangaben, in Steuererklärungen sind nach Angaben der Oberfinanzdirektion (OFD) Koblenz keine Seltenheit. Komme so ein Schwindel jedoch heraus, dann werde aus der Steuerersparnis plötzlich eine teure Strafe. Diese Erfahrung musste nach Angaben der OFD nun ein Ehepaar aus Rheinland-Pfalz machen, das bei seiner Steuererklärung gefälschte Spendenquittungen eingereicht hatte. Einem Finanzbeamten fiel die Manipulation auf, die weiteren Ermittlungen ergaben dabei, dass das Ehepaar nur kleine einstellige Beträge gespendet hatte, diese aber auf den Spendenquittungen in zweistellige Beträge abänderte. Wäre die Manipulation nicht aufgefallen, hätte sie dem Ehepaar eine Steuerersparnis von 360 Euro erbracht.
Doch stattdessen muss der Ehemann, dem die Manipulation nachgewiesen werden konnte, nun eine Strafe von 8400 Euro zahlen. Die Strafe fiel so hoch aus, weil er viele Belege verfälschte, so dass neben der versuchten Steuerhinterziehung mehrere Urkundenfälschungen vorlagen. Steuerhinterziehung kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird.
(jw)










