Krech hat nichts dagegen, wenn Kunden Angebote vergleichen. Das sei "grundsätzlich in Ordnung". Doch den Chef der Krech-Zäune GmbH in Northeim ärgert, dass die Firmen auf ihren Kosten sitzenbleiben. Das sei "besonders unerfreulich, wenn es sich dabei um kleinere Auftragsvolumen handelt". Der Kunde spare am Ende vielleicht 200 Euro ein, während für die beteiligten Firmen deutlich höhere Kosten entstünden. Kosten, die niemand bezahlt.
Der Unternehmer geht einen anderen Weg: "Seit einiger Zeit berechnen wir unseren Kunden die Fahrten für Aufmaß und Beratung vor Ort." Bekommt er den Auftrag, verrechnet er diesen Betrag. "Die Akzeptanz bei den Kunden ist gut."
Sparen könnten sich die Kunden diese Kosten, wenn sie beim Aufmaß mithelfen: . "Die Fahrt zur Baustelle und die Beratung des Kunden auf der Baustelle sind Dienstleistungen die zur Angebotserstellung nicht zwingend erforderlich sind", sagt der 48-Jährige. Um ein Angebot zu erstellen, würden oft schon ein digitales Foto von den Örtlichkeiten und ein paar Maße genügen - und beides könne der Kunde selbst liefern.
Auch wenn das bei ihm gut funktioniert, ärgert sich Krech, dass so viele andere Betriebe die Kostenlos-Mentalität der Kunden stillschweigend akzeptieren. "Wir würden es begrüßen, wenn unser Vorgehen Schule macht." Dazu hat der Unternehmer ein paar Tipps:
- Berechnen Sie Ihren Kunden diese Fahrten. Berücksichtigen Sie hierbei die Kosten für das Fahrzeug und Ihren Unternehmerlohn.
- Bieten Sie Ihrem Kunden die Erstattung der Kosten an, wenn er Ihnen den Auftrag erteilt.
- Informieren Sie die Kunden von Anfang an über dieses Vorgehen: Lassen Sie sich einen Serviceauftrag für Aufmaß und Beratung unterzeichnen.
Wie sind Ihre Erfahrungen? Können Sie Kunden Angebote und Anfahrt in Rechnung stellen? S Schreiben Sie uns einen Leserbrief.
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(jw)










