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18.12.2007
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Urlaub von Doc Holiday
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Stress, zu wenig Freizeit oder einfach keine Lust – Anlässe gibt es reichlich, um krankzufeiern. Knapp ein Drittel der europäischen Angestellten hat in diesem Jahr schon einmal eine Krankheit vorgeschoben, um frei zu machen. Ihre Mitarbeiter auch?

Ein paar freie Tage auf Krankenschein scheinen für viele Arbeitnehmer nicht ungewöhnlich zu sein, wie eine Umfrage des Karriereportals Monster.de zeigt. Zwölf Prozent der Befragten gaben an, ein bis zwei Tage unberechtigt gefehlt zu haben, sechs Prozent schwänzten drei bis vier Tage. Fast jeder Zehnte zeigte sich gänzlich unmotiviert und gab zu, mehr als vier Tage gesund zu Hause geblieben zu sein. Insgesamt gab fast Drittel der Befragten an, schon einmal krankgefeiert zu haben. Ausgiebig mach demnach dänische Mitarbeiter vom Sonderurlaub auf Krankenschein gebrauch: 13 Prozent gaben zu, in diesem Jahr mehr als vier Tage unberechtigterweise im Job gefehlt zu haben. Im Vergleich dazu halten sich die Deutschen zurück. Es werde „hier nur sehr selten für freie Tage geschummelt“, sagt Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe von Monster Worldwide. „Dabei sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Arbeitgeber eine Kündigung aussprechen kann, wenn jemand auffallend häufig wegen Kurzerkrankungen fehlt.“

Ganz so einfach ist das indes nicht: So rechtfertigen häufige Erkrankungen nicht ohne weiteres die Kündigung eines Mitarbeiters, entschied gerade erst das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz. Vielmehr müssten Arbeitgeber nachvollziehbare Anhaltspunkte haben, dass auch in Zukunft mit weiteren Erkrankungen zu rechnen sei, die zudem den Betriebsablauf erheblich stören oder die Firma wirtschaftlich belasten würden (Az.: 10 Sa 883/05).

Wir wollen es wissen: Wie reagieren Sie, wenn Ihre Mitarbeiter krankfeiern? Schreiben Sie uns einen Leserbrief.

(jw)


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