"Der Senior muss dem Nachfolger rechtzeitig die Chance geben, in die neue Aufgabe hineinzuwachsen" |
von Reinhard Böker "Die Übergabe vom Senior auf den Junior ist in der Regel das Beste, was einem Handwerksbetrieb passieren kann. Wichtig ist hierbei jedoch, dass die ‘Chemie’ stimmt. Man hört leider immer wieder von Problemen bei der rechtzeitigen Regulierung von Kompetenz- und Verantwortungsübertragung. Die Folge davon sind innerbetriebliche Unruhe, Fehlentscheidungen in der Unternehmensführung und, besonders gefährlich, das Infragestellen der betrieblichen Fachkompetenz bei den Kunden. Bei meiner eigenen Betriebsübernahme des SHK-Betriebes meines Vaters im Juli 1998 hatten wir im Vorfeld den Betrieb zwei Jahre lang gemeinsam geführt. In diesen zwei Jahren habe ich festgestellt, wenn die ‘Chemie’ stimmt, ergänzen sich die sehr große Berufserfahrung des Seniors und das dynamische Arrangement des Juniors zu einer optimalen Führungskonstellation. Meiner Meinung nach ist es das Wichtigste für den Senior, dass er seinem Nachfolger rechtzeitig die Chance gibt, in sein neues, nicht unerhebliches Verantwortungsgebiet hineinzuwachsen. Er sollte ihm die notwendige Entscheidungsbefugnis rechtzeitig übertragen und dennoch jederzeit mit Rat und Tat, ohne Belehrungsbedürfnis, zur Seite stehen. Der Mensch wächst sehr schnell mit seinen Aufgaben. Er wird aber ge-nau so schnell demotiviert, wenn ihmdie Fähigkeit, diese Aufgaben zu bewältigen, zu lange abgesprochen wird." |
| Reinhard Böker ist Gas- und Wasserinstallateurmeister sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister. Der Betriebsinhaber des Handwerksunternehmens Böker-Haustechnikin 37639 Bevern ist zudem Vorsitzender der Handwerksjunioren Niedersachsen. Kontakt: info@boeker-haustechnik.de | |
|
|
|||
|
05.12.2000
|
|
||









