Von der Bank schlecht beraten, vom eigenen Anwalt verraten und vor Gericht aufgelaufen. Wer sich mit seiner Bank anlegt, hat kaum noch Freunde. Drei Handwerker packen aus.
von Jörg Wiebking
Überhöhte Zinsen, späte Wertstellung, teure Gebühren und schlechte Beratung - immer wieder bereichern sich Banken zulasten ihrer Kunden. Die Fehler sind nicht leicht zu entdecken und Widerstand ist schwer. Diese Erfahrung haben schon zahlreiche Handwerker gemacht.
Schlechter Rat vom Banker
Karin W.s erster Impuls, als ihr die Buchungsfehler auffielen: Einfach mit der Bank reden, das wird ja alles nur ein Missverständnis sein. "Aber die Bankberaterin redete so lange auf meinen Mann und mich ein, bis wir ihr glaubten, dass alles in Ordnung ist." Doch irgendwann kam der Verdacht erneut auf und die W.s beschlossen, sich mit ihrem Dachdeckerbetrieb langsam von der Bank zu lösen. Doch schon beim ersten Schritt in diese Richtung zog die Bankberaterin alle Register. "Als wir Geld aus einem schlecht verzinsten Fonds nutzen wollten, um den teuren Kontokorrentkredit abzulösen, versuchte sie uns davon abzubringen und verzögerte das Ganze. Irgendwann hat sie dann meinen Mann eine Vollmacht unterschreiben lassen, das Geld einfach in einen anderen, noch teureren Fonds zu investieren."
Tipp: Im Streitfall können Sie sich nicht auf Ihren Bankberater verlassen. Lassen Sie sich Verhandlungsergebnisse schriftlich geben oder fertigen Sie von jedem Gespräch ein Protokoll an. Faxen Sie das Protokoll der Bank mit dem Hinweis, dass Sie davon ausgehen, das Gespräch so richtig zusammengefasst zu haben.
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09.04.2008
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