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27.01.2004
E-BUSINESS
UMSATZ UND STRATEGIE
Einkaufsplattformen clever nutzen
Shopping-Online
Ob Büroartikel, Werkzeuge, Maschinen oder Rohstoffe: alles virtuell vorhanden und auf Knopfdruck erhältlich. Den Benutzernamen eingeben, die gesuchte Ware beschreiben oder auswählen, Angebote vergleichen, eine Bestellung absenden.

Für Frank Migalk, E-Business-Experte am Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (ifm), liegen die Vorteile des Online-Einkaufs auf der Hand: "Die Betriebe können dadurch ihre Transaktionskosten senken", erklärt er. Dokumente, Anfragen, Zusagen und Rechnungen seien auf elektronischem Wege wesentlich schneller und kostengünstiger erhältlich als auf dem Postweg. Darüber hinaus erleichtere das Internet den Vergleich von Angeboten und die Kontaktaufnahme zu neuen Geschäftspartnern.

Ob sich die Einkaufstour im Web tatsächlich lohnt, hängt allerdings von Menge und Art der zu beschaffenden Güter ab. Migalk zufolge sollten sich die Betriebe zunächst fragen, wieviel sie zum Beispiel der Transport im Vergleich zur Belieferung durch den Stammlieferanten "von nebenan" kostet und wie es mit der Lagerung, Gewährleistung oder Termintreue aussieht. Und beim Kauf höherwertiger Maschinen zum Beispiel sei vielen Unternehmern der persönliche Kontakt zum Händler oder Hersteller wichtig.

Da stelle die "Anonymität" vieler Handelsplattformen ein Hindernis dar. "Am ehesten eignen sich C-Artikel und Güter, bei denen große Einsparungen erzielt werden können und die über das Internet vollständig darstellbar sind", meint der Experte. C-Artikel sind vergleichsweise geringwertige Produkte, die in hoher Stückzahl beschafft werden müssen.

Wer festgelegt hat, was er im Internet beschaffen möchte, sieht sich zunächst einer verwirrenden Vielfalt unterschiedlicher Plattformtypen gegenüber. Aus Sicht von Frank Migalk eignen sich für kleinere Betriebe vor allem elektronische Marktplätze und herstellereigene Online-Shops. Auktionsplattformen hingegen seien für diese Unternehmen "eher uninteressant", weil dort mit verhältnismäßig großen Mengen gehandelt werde.

Einziger Ausweg: Die Bildung von Beschaffungskooperationen. Um den Betrieben die Auswahl einer geeigneten Plattform zu erleichtern, hat das Mannheimer ifm einen Kriterienkatalog entwickelt (siehe Checkliste). Migalk empfiehlt den Unternehmern, sich die jeweilige Plattform genau anzusehen und auch telefonisch Kontakt zum Betreiber aufzunehmen, bevor sie ein Vertragsverhältnis eingehen. Sein Tipp: "Die Firmen sollten sich auf ein oder zwei Plattformen beschränken, die sie künftig nutzen wollen, sonst wird der Zeitaufwand zu groß."





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