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19.08.2008
FUHRPARK
FAHRBERICHTE
Spaßfaktor garantiert
Partner klein
Der neue Peugeot Partner im Praxistest: Er überzeugt durch sein hohes Ladevolumen und sein wendiges Fahrverhalten.

Von Martina Jahn

Ein Knopfdruck und die Entriegelung löst sich, die Blinklichter flackern mehrmals kurz auf. Jörg Körper betrachtet den Zündschlüssel: „Praktisch, dass man vorne und hinten separat abschließen kann.“ Das verstärkt bei dem Tischlermeister aus Hannover das Gefühl, dass die Ladung fest verschlossen ist. Dann startet er den Peugeot Partner und fährt los. „Geringer Wendekreis“, stellt Körper fest. Besonders auf dem Gelände der Kunden brauche er ein Pkw-ähnliches Fahrzeug. Denn nur wenige Auftraggeber hätten ein geräumiges Grundstück.

Wendig und praktisch

Für den Stadtverkehr und Überlandfahrten findet der 44-Jährige den Peugeot Partner „genau richtig“. In seinem Fuhrpark sind die kleinen Lieferwagen Service-Mobile. „Die müssen Werkzeug aller Art fassen. Auch Türzargen und Türblätter.“ Deshalb lobt Körper den umklappbaren Beifahrersitz rechts außen. „Da kann man locker durchladen.“ Selbst wenn der Wagen nicht für den Transport von großen Möbeln genutzt wird, das Volumen braucht er. Und 3,3 Kubikmeter seien „eine Menge“. Senkt man den Beifahrersitz auf das Niveau des Laderaumbodens ab, steigt die Standard-Länge von 1,80 auf drei Meter. Das Ladevolumen wächst um 400 Liter.

Die Durchladefläche ist eine klare Voraussetzung für einen kleinen Lieferwagen in der Tischlerei Klauenberg . Kein Muss hingegen ist der neue dritte Beifahrersitz der „multiflex-Bank“. Peugeot hat damit erstmalig einen dritten Platz im Cockpit geschaffen. „Wer da sitzt, muss sehr schmal sein“, schmunzelt Körper. Positiv aber ist, dass dieser Mittelsitz mit nach vorne geklappter Rückenlehne als Schreibunterlage benutzt werden kann.

Da Körper pro Team zwei Tischler einsetzt, wäre der Mittelsitz überflüssig. Sinnvoll hingegen findet er die klappbare und herausnehmbare Rückwand mit dem Gitter darüber. „Das ergibt eine schöne glatte Fläche“, liebäugelt Körper. Dann klopft er auf die Platte, die der Ausstatter Sortimo eingebaut hat und streicht mit der Handfläche darüber. „Und rutschfest ist sie obendrein.“ Denn umherfliegen soll im Laderaum nichts.

Peugeot Partner

Fotos: Jahn



Wie kann er die Einbauten der Sortimo „Service Edition“ nutzen? „Regale an beiden Seiten sind für unseren Geschmack zuviel. Da geht wichtige Ladefläche verloren“, sagt Körper. Er öffnet die Heckflügeltür und stellt fest, dass er bequem an die Ladung herankommt. Dann zeigt er an die Decke des Wagens: „Hier fehlen Schienen, in die man Spannstangen montieren kann. Dazwischen legen wir die Platten- und Möbelteile und können sie dann besser befestigen.“ In der Basis-Ausstattung des Fahrzeugausrüsters sind diese Schienen und Stangen nicht enthalten. Jedoch können sie auf Wunsch nachgerüstet werden.

Viel Raum – wenig Lärm

Die seitliche Schiebetür erleichtert dem Tischlermeister den Zugang zum Innenraum des kleinen Raumwunders. Was ihm dabei imponiert: „Dass sie so leise schließt. „Das spricht für hochwertige Verarbeitung.“ Körper sei kein Fan davon, beim Kunden mit „Krawall“ aufzutreten, wenn die Tür knallt.

Und die Ladelänge? Die 4,38 Meter würden Körper als Service-Fahrzeug reichen. Die Langversion, die seit Anfang September erhältlich ist, bietet weitere 25 Zentimeter Ladefläche. Bei Bedarf an mehr Fläche greift Körper gleich auf einen ausgewachsenen Transporter zurück. Seine Service-Wagen sollten nicht zu sehr von den Pkw-Maßen abweichen.

Flotter Feger

Zurück ins Cockpit. Der Blick auf die Armaturen überzeugt: „Übersichtlich. Und nicht mit Bedien- elementen überlastet“, urteilt Körper. Die Ablagefächer über den Sonnenblenden und in den Seitentüren sind „zwar schön, aber überflüssig“. Seine Mannschaft hat das Material „hinten drin“. In der Front müsse dafür kein Platz sein. Denn: „Weniger Stauraum im Cockpit sorgt für mehr Ordnung.“

Das Outfit des wendigen Lieferwagens passt in Körpers Konzept: „Der sieht flott aus und hat viele glatte Flächen.“ Die dienen dazu, den Kastenwagen großflächig mit Werbe-Aufklebern zu versehen. „Ein einheitliches äußeres Auftreten, ist für uns ein Muss.“ Die 90 PS unter der Haube des Kleinen sieht der Chef eher als „Spaßfaktor“ für seine Jungs. Positiver Nebeneffekt des Kraftpakets: „Auf Landstraßen kann man auch mit voller Ladung schnell überholen.“


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