Deutsche Autos blasen am meisten Kohlendioxid in die Luft. Kunden verlangen nach Pferdestärken, die Industrie baut Boliden. Wo bleibt die Vernunft?
Schlechte Verbrauchswerte für Deutsche Autohersteller. Woran liegt das? Fehlt die Nachfrage der Kunden oder legt die Automobilindustrie keinen Wert auf CO2-ärmere Fahrzeuge? Autohausbesitzer Sven Strube aus Salzgitter fordert: „Die Bundesregierung muss handeln und gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen. Es muss ein Gesetz für eine emissionsabhängige Kraftfahrzeugsteuer verabschiedet werden“, sagt Strube. Einen weiteren Beitrag könnten die Autokäufer leisten, indem sie bei Neuwagen-Anschaffungen neben Preis und Leistung auch auf den CO2- Ausstoß achten.
Aktuelle Zahlen des Europäischen Verbands für Verkehr und Umwelt (T&E) belegen: Im Jahr 2007 lag der durchschnittliche CO2- Ausstoß aller verkauften Neuwagen bei 168 Gramm pro Kilo. Damit überschreitet die deutsche Automobilindustrie den EU-Richtwert um rund 10 Gramm.
Portugal, Italien und Frankreich liegen im Ranking ganz oben. Der durchschnittliche Ausstoß der verkauften Neuwagen lag 2007 in Portugal bei 143 Gramm pro Kilo, Italien folgt mit 146 und Frankreich mit 148 Gramm pro Kilo.
Weitere Ergebnisse des T&E: Volkswagen, BMW und Daimler schneiden bei der CO2- Emission ihrer Neuwagen im europäischen Vergleich schlecht ab. Laut T&E konnte BMW zwar den Ausstoß von Kohlenstoffmonoxid gegenüber 2006 um 7,3 Prozent verringern. Um den EU-Richtlinien zu entsprechen, müsse der bayrische Autohersteller den Verbrauch aber weiterhin reduzieren. Dass es auch sparsamer geht, beweisen Peugeot und Fiat (141 Gramm/Kilo), Renault (146 Gramm/Kilo) und Toyota (149 Gramm/Kilo).
(lg)
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28.08.2008
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