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29.07.2008
FUHRPARK
RUND UMS AUTO
Diebe tanken voll
sprit_preis
Die Zahl der Spritdiebstähle steigt. Und abgezapft wird im großen Stil. Die Gauner fahren jetzt mit Tankwagen zur Baustelle.

Preise in Höhe von 1,40 Euro machen Diesel zu einem ganz besonderen Saft. Bagger, Kipper, Transporter – wo sie einen Schlauch hineinbekommen, da zapfen Diebe ab. "Auf Baustellen erbeuten sie oft einige tausend Liter", berichtet Lothar Zierke. Der Sprecher des Landeskriminalamtes Niedersachsen zieht eine erschreckende Bilanz: 2800 Mal haben die Spritteufel in den ersten fünf Monaten des Jahres im Norden Republik ihr Unwesen getrieben. Das sind im Schnitt 100 Fälle mehr pro Monat als im Vorjahr.

Massiv betroffen ist das Handwerk. In rund 1000 Fällen handelte es sich um "Diebstahl in großen Mengen". Davon spricht die Polzei, wenn mehr als 500 Liter geklaut werden. Ein bevorzugtes Ziel seien Autobahnbaustellen, sagt Zierke und warnt: "Die Diebe kommen mit kleinen Tankwagen."

Die Polizei rät Betrieben, die Einfüllstutzen ihrer Fahrzeuge mit einem Bügel oder Sieb zu schützen – so dass kein Schlauch eingeführt werden kann. Immer wieder aber knacken Profis auch solche Sicherungen.

In welchen Kanälen der Diesel verschwindet, weiß die Polizei nicht. "Da stecken Strukturen dahinter, wir vermuten, dass der Sprit verkauft wird", sagt Zierke. Die Gesetzeshüter befürchten, dass sich das Problem in den nächsten Monaten noch verschärft.

Weiterer Artikel: Raubbau am Bau

(mfi)


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