Rückläufige Restwerte: Innerhalb eines Jahres ist der Preis für Gebrauchtwagen um zwei Prozentpunkte gefallen. Das schlägt sich auch auf die Leasingpreise nieder.
Der Verband markenunabhängiger Furhparkmanagementgesellschaften (VMF)rechnet vor, dass die Reduktion des Restwertes 557 Euro pro Fahrzeug ausmacht. Grundlage für die Berechnung war der Durchschnittspreis eines Neuwagens von 26.500 Euro.
Lag der Restwert eines Fahrzeuges mit 90.000 gefahrenen Kilometern und einem Alter von drei Jahren im Mai 2007 noch bei knapp 42 Prozent der unverbindlichen Preisempfehlung, lag er ein Jahr später nur noch bei 39,6 Prozent.
Der Verband hat einen Langzeitvergleich vorgelegt. Der ermittelt regelmäßig mit dem VMF-Restwert Indikator.
Kurzfristig sei keine Verbesserung der Gebrauchtwagenpreise zu erwarten, sagte VMF Vorstandsvorsitzender Michael Velte. Die Restwerte müssten dem Markt angepasst werden. Das führe dann zwangsläufig zur Änderung der Kalkulationsgrundlage und damit zur Erhöhung der Finanzleasingrate.
Lösung: Die VMF-Mitglieder werden ihren Kunden helfen, den Effekt zu bekämpfen. Velte sagte, dies könne auf der Basis von Fuhrparkanalysen, geänderter Laufzeiten und Laufleistungen geschehen. Dennoch werde die Preisentwicklung nicht ohne Folgen für die Branche bleiben: Vor allem Leasinggesellschaften hätten den Trend nicht rechtzeitig erkannt. "Diese Unternehmen werden künftig vor einer großen Herausforderung stehen. Insbesondere bei Herstellergesellschaften erwarten wir durch teilweise massiv gestützte Restwerte empfindliche Einbußen", sagte Velte.
(ja)
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22.08.2008
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