Knuffige Kleinlaster
Drei Väter, ein Baby: Anfang nächsten Jahres kommt ein neuer Transporter von Fiat, Peugeot und Citroën heraus. Er soll Schwung in den Stadtverkehr bringen.
Bipper und Nemo nennen ihn die Franzosen. Die Italiener sagen Fiorino. Egal, welcher Name: der Kleine schluckt 2,5 Kubikmeter Ladung, klappt man den Beifahrersitz auf den Boden, sind es 2,8 Kubikmeter. Die Ladelänge wächst dann von 1,5 auf 2,8 Meter. Die Ladehöhe beträgt 1,18 Meter, die Ladefläche zwischen den Radkästen misst 1,05 Meter.
So groß das Hinterteil, so stämmig ist der Laster: Der Fiat transportiert bis zu 500 Kilogramm Nutzlast, seine Zwillingsbrüder schaffen 610 – das Fahrergewicht eingerechnet.
Der Weg in den Laderaum führt durch asymmetrische Heck-Flügeltüren, auf Wunsch rollt das Modell auch mit seitlichen Schiebetüren vom Band. Die Ladekante liegt in 52 Zentimetern Höhe. Die Fahrerkabine wird serienmäßig von einem drehbaren Schutzgitter abgeschirmt. Als Sonderausstattung schrauben die Autobauer Trennwände mit Verglasung in den Laderaum.
Unter der Haube des "Italieners" strampelt ein 1,4-Liter-Benziner mit 73 PS oder ein 1,3-Liter-Diesel mit 75 PS. In den französischen Ablegern steckt ein 1,4-Liter Benziner mit 75 PS oder ein 70 PS- Diesel mit 1,4 Litern Hubraum. Neben Schaltgetrieben stehen für die Dieselmodelle automatisierte Getriebe zur Auswahl. Auf hundert Kilometer verbrauchen die Selbstzünder im Schnitt 4,5 Liter Sprit, versprechen die Hersteller. Dabei machen die Turbodiesel vergleichsweise wenig klimaschädlichen Wind. 119 Gramm Kohlendioxid blasen sie pro Kilometer durch den Auspuff.
Trügen Nemo, Bipper und Fiorino nicht das jeweilige Mal der Muttergesellschaft auf der Haube, wären sie äußerlich kaum zu unterscheiden. Die Schnauze erinnert an ihre großen, ebenfalls baugleichen Brüder Jumper, Boxer und Ducato. Ins Auge springt der breite schwarze Stoßfänger. Die Front ist kurz gehalten, die Klarglasleuchten laufen nach vorne und hinten spitz zu. Die Frontscheibe reicht fast bis auf Dachhöhe. Die Radhäuser sind nach außen gestülpt, unterhalb der Seitentüren dagegen wölbt sich die Karosserie nach innen. Das Modell wirkt so zugleich kompakt und schnittig.
Ob es sich am deutschen Markt durchsetzt, zeigt sich ab Anfang des nächsten Jahres. Noch offen ist derzeit, wie viel die drei Stadtlaster kosten.
(mfi)