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11.05.2007
FUHRPARK
FAHRBERICHTE
Der mit den Großen brummt
Renault Master 2007
Ob Stadt- oder Fernverkehr: Der neue Renault Master erweist sich als Arbeitstier, das eine Menge wegsteckt.

Dieses Biest. Knabbert vor dem Test einfach den Schlauch ab. Kein Fitzelchen Gummi steckt mehr auf dem Turbolader, als der Transporter bei Murat Yasik anrollt. Doch der Master gibt nicht klein bei. „Kräftiger Motor“, staunt der Handwerksunternehmer, nachdem er ein paar Runden gedreht hat. Die Marderbisse spürt Yasik nur daran, dass der Diesel beim Beschleunigen etwas schwächelt – „ganz leicht“.

147 Pferdestärken, 320 Newtonmeter Drehmoment – keine Frage, an Temperament und Ausdauer fehlt es dem Franzosen nicht. Das allerdings bekommt man in der Kabine zu hören. „Ziemlich laut hier“, stellt Yasik klar, als er den 3,5-Tonner auf Touren bringt. Knackpunkt: In der Trennwand zum Laderaum klaffen Fugen, Lärm dringt von hinten ins Cockpit. Auch „an der Dämmung des Motors sollten die Ingenieure noch feilen“, betont der Elektromeister und SHK-Handwerker.

Wie fährt sich das Auto? „Gut zu überschauen, man merkt überhaupt nicht, dass man in so einem Schlachtschiff sitzt“, sagt Yasik, der sonst kleine Bullis lenkt. Dass die Schnauze nicht weit nach vorne reicht, sei „angenehm beim Rangieren in der Stadt“. Außerdem sei der Master für seine Größe „erstaunlich wendig“. Augenmaß bewiesen haben die Konstrukteure auch bei den „großen, geteilten Außenspiegeln“.

Gewöhnungsbedürftig für den Bulli-Fahrer ist die Federung. „Die Stoßdämpfer sind sehr hart, der Wagen liegt wie ein Brett auf der Straße“, moniert er. Und hat Recht – solange der Kasten hinten leer ist. Mit Ladung aber fühlt sich der Master anders an. Nicht erst mit 1,5 Tonnen – so viel stemmt der Transporter – lernt man die Dämpfer schnell schätzen.

Spontan Gefallen findet Yasik am Cockpit. Der Sitz lässt sich fix in eine bequeme Position bringen. So bequem, dass einem die Knochen selbst nach langen Fahrten nicht wehtun. Wichtige Schalter sind in Reichweite, die Ablagen an den Türen und über den Sitzen bieten reichlich Platz. Anstoß nimmt Yasik an der Armauflage am Seitenfenster. „Die ist zu weit unten, der Arm rutscht ab.“ Weit unten sind auch die elektrischen Fensterheber: „Da muss man sich bücken.“

Davon kann im Laderaum nicht die Rede sein, 1,90 Meter misst er in der Höhe. Unter dem Dach reicht er vor bis über die Kabine. „Lange Rohre, Leitern, Thermen – das passt alles rein. Man braucht keinen Dachgepäckträger mehr“, sinniert Yasik. Über 12 Kubikmeter Ladevolumen, wäre das nicht zu viel des Guten für den Betrieb? „Über den Wagen könnte man sich schon Gedanken machen. Ein Brummi wäre es natürlich.“



Weiterlesen:
  [Der mit den Großen brummt]
  [Technische Daten]


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