"Ich würde ja gern mit meinem Unternehmen ins Internet gehen, aber wie bleibt meine Seite aktuell? Ich kann kein HMTL. Und wenn die Seite nicht aktuell ist, ist das für mich sinnlos." So oder ähnlich entscheiden sich viele Unternehmer gegen eine Firmenpräsentation im Internet. Und der Einwand ist durchaus berechtigt: Wer seine Seite nicht pflegen kann oder im Alltagsgeschäft nicht viel Zeit dafür hat, der sollte lieber auf eine Website verzichten, bevor sie schnell zur "Anti-Werbung" wird, weil Ostern noch Weihnachtsgrüße online sind!
Abhilfe schafft ein so genanntes Content Management System (CMS). Mit einem solchen Redaktionssystem kann ein Websitebesitzer Inhalte aktualisieren, auch wenn er keine Programmierkenntnisse hat. Er kann Texte, Bilder, Tabellen und Grafiken austauschen, aktualisieren oder löschen.
Wie funktioniert ein Redaktionssystem?
Zunächst einmal wird eine ganz normale Internetseite gestaltet, die sich optisch nicht von anderen Websites unterscheidet. Was man nicht sehen kann, ist, dass die Text- und Bildbereiche variabel sind – das heißt, dort sind eine Art Platzhalter eingebaut, deren Inhalte beliebig ausgetauscht werden können.
Auf der "Rückseite" der Website steht das, was Sie sehen, wenn Sie eine solche Seite bearbeiten. Sie sehen das Gerüst der Seiten und die Stellen, an denen Sie Texte, Bilder, Überschriften und andere Informationen einfügen können. Diese Felder sind vorgegeben, ebenso die Schriftgrößen und -farben sowie die Größe der Bilder. Sie müssen nur Ihre Inhalte eingeben und auf "Enter" drücken. Ihre Änderungen werden in Programmcode umgesetzt und sind sofort online. Ebenso schnell können Sie einen Text ändern oder löschen.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Sie sparen eine Menge Zeit, Sie benötigen keinerlei Programmierkenntnisse, sondern müssen nur Ihr Redaktionssystem bedienen können. Das ist in der Regel sehr unkompliziert. Sehr vorteilhaft ist auch, dass nur bestimmte Felder ausgetauscht werden können: Das Design ist "unkaputtbar", es besteht keine Gefahr, dass das Aussehen der Seite zerstört wird. Ihre Seite sieht immer gleich gut aus.
Daraus ergibt sich zugleich auch ein Nachteil: Die Seite sieht eben nicht nur immer gleich gut aus, sondern vor allem gleich. Es bleibt wenig bis gar kein Spielraum für Gestaltung. Das Gesicht der Seite ist ein für allemal festgelegt. Für Bilder gibt es feste Größen, individuelle Seitengestaltung ist hier nicht möglich. Deshalb werden Redaktionssysteme zum Beispiel gern von Tageszeitungen, die ihr Angebot ins Netz stellen, verwendet. Dabei kommt es nicht auf das Design an (zumindest nicht vorrangig), sondern auf die klare und übersichtliche Darstellung von Inhalten zum einen und die schnelle Aktualisierung zum anderen.
Sinnvoll für kleine Betriebe?
Mitterweile gibt es Anbieter, die CMS für kleine und mittlere Betriebe anbieten. Diese Systeme sind einfach im Aufbau und demzufolge auch meist günstig im Preis. Ein Redaktionssystem lohnt sich für Sie, wenn Sie relativ häufig Änderungen auf Ihrer Website vornehmen möchten – zum Beispiel, um die Referenzliste zu erweitern, aktuelle Informationen anzubieten, Bilder auszutauschen oder Termine einzugeben. Ihre Seite halten Sie topaktuell, ohne großen Aufwand betreiben zu müssen. Sie sind unabhängig vom Gestalter Ihrer Website und können Änderungen allein vornehmen. Damit wird Ihre Website natürlich auch günstiger. Denn das, was oft nachträglich kostet, ist die Pflege einer Website.
Wenn Sie sich für ein Redaktionssystem entscheiden, sollten Sie auf ein paar Dinge achten:
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- Ist das System einfach zu bedienen?
- Lässt sich das System an Ihre Vorstellungen anpassen?
- Werde ich vom Anbieter geschult? Gibt es ein Handbuch?
- Gibt es eine Hotline oder einen Support, wenn Probleme auftauchen?
Tipp:
Anbieter für CMS-Systeme gibt es wie Sand am Meer, für kleine und große Bedürfnisse, kleine und große Brieftaschen. Geben Sie bei Google einfach mal "CMS" ein, und Sie werden staunen. Viele Systeme kann man online testen, beziehungsweise sich eine Demoversion davon dowloaden.
Ein Content-Management-System für Handwerksbetriebe gibt es unter:
www.das-handwerk-geht-online.de
Gabriele Bernklau
Die Autorin, Jahrgang 1969, ist Texterin und Konzeptionerin in der eigenen Werbeagentur waltersschueler. Die Agentur hat sich spezialisiert auf Werbung und Marketing für das Handwerk und bietet neben Fachartikeln und Vorträgen auch Internetpakete an. Informationen unter:
gabriele.bernklau@waltersschueler.com oder www.dhgo.de














