Verärgerte Kunden, sinkende Umsätze – die Festnetzsparte der Telekom steht massiv unter Druck. Jetzt verspricht der Telefonriese Großes: Die Datenautobahn DSL soll künftig auch übers platte Land führen.
"Unser Ziel ist Internet für alle", kündigt Telekom-Festnetzchef Timotheus Höttges auf Welt online an. Um der steigenden Nachfrage aus ländlichen Regionen Rechnung zu tragen, stelle das Unternehmen 400.000 neue Anschlüsse her und erweitere die Bandbreiten. Noch bis Ende dieses Jahres sollen 94,4 Prozent der Bevölkerung Zugang zum DSL-Netz haben.
"Wir investieren dreistellige Millionensummen", stellt Höttges klar. Auch kommendes Jahr soll der Ausbau "im Rahmen unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten weitergehen".
Ein Blick auf den Breitband-Altas (www.breitbandatlas.de) zeigt: Noch gibt es reichlich Löcher im Netz. In vielen Arealen kratzt die DSL-Verfügbarkeit an der Zwei-Prozent-Marke. Betroffen sind Betriebe und Haushalte, die weiter als dreieinhalb oder vier Kilometer vom nächsten Netzknoten entfernt liegen. Auch stehen noch längst nicht überall Alternativen wie etwa Funktechnik zur Verfügung.
Ziel der Bundesregierung ist es, dass bis nächstes Jahr 98 Prozent aller Haushalte an die Datenautobahn via Festnetz, Kabelnetz oder Funk angeschlossen sind.
(mfi)
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22.10.2007
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