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28.07.2003
INTERNET
DESIGN
Illustrieren, aber richtig
Bilder und Illustrationen sind in den meisten Fällen elementar für eine Internetseite. Sie bieten Informationen (Abbildungen von Referenzen, Anfahrtsskizzen), Unterhaltung (Spiele, Bilderrätsel, Downloads) und werten eine Seite optisch auf. Vorausgesetzt, die Qualität ist einwandfrei und die Datengröße nicht zu groß. Welches Format eignet sich für welchen Zweck?

Woher kommen die Bilder?
Die Profi-Lösung sind Bilder von Fotografen, in guter Auflösung und glasklarer Qualität. Es gibt viele Anbieter von lizenzfreien Profibildern, bei denen man Bilder zu nahezu jedem Thema bekommt. Allerdings haben diese Bilder ihren Preis: Für eine gut sortierte CD-ROM mit 100 Motiven muss man schon mal 500 Euro auf den Tisch legen.

Viele Provider stellen Bilddatenbanken zur Verfügung, die in der monatlichen Gebühr, die Sie entrichten, schon enthalten sind. Auch hier gibt es eine große Auswahl an Bildern und Clip-Arts. Nachteil: Da die großen Provider sehr viele Kunden haben, werden diese Bilder auch auf sehr vielen Websites zu finden sein.

Wenn Sie selbst gut fotografieren können, nehmen Sie eine Digitalkamera und machen Sie Ihre Bilder selbst. Achten Sie aber unter anderem darauf, dass kein Blitzlicht in einer Fensterscheibe zu sehen ist, keine Köpfe oder Füße "abgeschnitten" sind etc, denn amateurhafte Aufnahmen entwerten schnell eine ansonsten gute Website. Und wenn Sie bereits im Besitz guter Fotos sind, legen Sie sie auf den Scanner. Die Qualität für das Internet muss nicht so hoch sein wie für Gedrucktes, deshalb kann man auch mit einem günstigen Scanner gut Resultate erzielen.

Bildbearbeitung
Um Ihre Bilder ins Netz zu bringen, benötigt man ein gutes Bildbearbeitungsprogramm. Webdesigner und Grafiker verwenden zumeist ein Profi-Programm wie zum Beispiel Adobe Photoshop, das allerdings entsprechend teuer ist (ca. 1000 Euro müssen dafür schon angelegt werden). Eine gute Software ist aber unerlässlich, um ein Bild optimal für das Internet aufzubereiten. Oft lässt sich mit ihrer Hilfe selbst aus minderwertigen Vorlagen Erstaunliches herausholen. Natürlich ist es auch möglich, mit günstigerer oder kostenloser Software zu arbeiten, die oft von großen Providern mit im Paket angeboten wird (z. B. Picture Publisher, Paint Shop Pro). Wichtig ist bei allem das "gestalterische" Auge, das einen die richtige Auswahl treffen lässt.

GIF, JPEG, PNG
Entscheidend für die Qualität ist auch das richtige Dateiformat. Die beiden häufigsten Formate im Internet sind GIF und JPEG. Das GIF-Format eignet sich besonders gut für Grafiken, Logos, Schalter, Buttons, Karten etc. Es komprimiert verlustfrei, hat aber eine geringe Auswahl an Farben. So kommen zum Beispiel Farbverläufe oder Fotos reichlich reduziert in der Qualität, dafür aber riesig in der Datenmenge heraus. Weitere Vorteile von GIF sind zum einen Transparenz (lässt farbigen oder weißen Bildhintergrund verschwinden) und zum anderen die GIF-Animation, mit der beispielsweise Banner oder bewegte Figuren entstehen.

Das JPEG-Format eignet sich vor allem für das Abspeichern von Bildern und liefert hervoragende Qualität. Weitere Formate sind unter anderem PNG (für Illustrationen), TIF (für den Druckstufe), BMP (Bitmap-Bilder), SWF (Flash-Filme).

Weitere Informationen zu diesem Thema:
  • Fragen rund umdas Thema Bildbearbeitung beantwortet beispielsweise www.dr-web.de
  • Lizenzierte Bilder, die auch einzeln erworben werden können, bieten unter anderem www.fontshop.de, www.bilderbox.de und www.mev.de.

    Gabriele Bernklau
    ist Texterin und Gestalterin und arbeitet in der eigenen Agentur "waltersschueler", die sich auf Internetpräsenzen für Handwerk und Handel spezialisiert hat.
    www.waltersschueler.com, Feldschmiede 71, 25524 Itzehoe

  • (nan)


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