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Surfen trotz Verbots
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Viele Mitarbeiter scheren sich nicht darum, wenn der Chef das private Surfen im Netz verbietet. Effekt: Betriebe profitieren.

Das hört sich übel an. 70 Prozent aller deutschen Bürokräfte klicken Seiten an, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. 36 Prozent davon behaupten: "Klar, das darf bei uns jeder." 15 Prozent sagen sich, soll er doch reden der "Alte", und setzen sich über das Verbot ihres Chefs hinweg. Das geht aus einer Erhebung des IT-Unternehmens Avira hervor. 3000 Männer und Frauen haben auf die Frage geantwortet: "Hand aufs Herz, surfen Sie privat am Arbeitsplatz?"

Positiver Effekt der "Auszeiten": Die Produktivität der Mitarbeiter steigt. Das belegen Tests mit Frauen, schreibt Avira und beruft sich auf eine wissenschaftliche Studie. Weibliche Bürokräfte tanken demnach hinter dem Bildschirm schnell wieder auf. Zehn Minuten privates Surfen genügen ihnen, "um sich zu erholen und die geistige Leistungsfähigkeit wieder herzustellen". Und Arvira-Chef Tjrark Auerbauch meint zudem: "Ein Surf-Verbot würde sich negativ auf das Betriebsklima auswirken."

Knapp ein Viertel der Befragten hält sich nach eigener Aussage an das Verbot ihres Arbeitgebers. Sechs Prozent bleibt nicht anderes übrig, weil der Betrieb einschlägige Seiten und den Zugang zu E-Maildiensten sperrt.

Das Internet stellt nach Einschätzung von Experten die größte Ablenkung am Arbeitsplatz dar. Auerbach rät Unternehmern, mit ihren Mitarbeitern eine Betriebsvereinbarung abzuschließen oder eine Richtlinie zu aufzustellen. Wichtig sei es, dass "einheitliche Regelungen getroffen werden".

Tipps, wie Sie Pausenmacher in den Griff bekommen, finden Sie hier:
Surfen, ratschen und qualmen

(mfi)


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