Was ersetzt die Versicherung im Fall der Fälle wirklich? handwerk.com sprach mit Thorsten Herberger, Mitarbeiter im Produktmanagement der Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG.
Welche Schäden sind versichert?
Die Police deckt jede Zerstörung und Beschädigung, sofern es sich um ein unvorhergesehenes Ereignis handelt. Darunter fallen zum Beispiel Kurzschluss, Überspannung, Materialfehler, Ungeschicklichkeit und Fahrlässigkeit. Auch Diebstahl gehört dazu. Kein Schutz greift bei Vorsatz des Versicherungsnehmers, Abnutzung oder etwa Erdbeben.
Zahlt die Versicherung, wenn im Betrieb Daten verloren gehen?
Daten versichern wir in Verbindung mit der Hardware. Das heißt: Wir übernehmen die Kosten, wenn der Verlust auf einen Schaden an der Hardware oder am Datenträger zurückgeht. Und wenn die Daten regelmäßig und nach dem Stand der Technik gesichert worden sind.
Was ist bei Software-Schäden?
Auch hier gilt: Ursache muss ein Schaden an der Hardware sein. Kopierschutzstecker – wir sprechen von Dongle-Risiko – können mitversichert werden. Solche geschützten Programme sind teuer, das gilt es bei der Versicherungssumme zu berücksichtigen.
Erhalten Betriebe im Schadensfall die neueste Computertechnik?
Nur, wenn der ,technische Fortschritt‘ mitversichert ist. Sonst erhält der Kunde gleichwertigen Ersatz. Nach Zeitwert wird lediglich entschädigt, wenn die Wiederbeschaffung oder Reparatur unterbleibt oder es keine serienmäßig hergestellten Ersatzteile mehr gibt. Das kann frustrierend für Kunden sein – EDV-Geräte verlieren extrem schnell an Wert.
(mfi)
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14.07.2008
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