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24.05.2004
IT & KOMMUNIKATION
SOFTWARE
ERP-Software verzahnt Prozesse
Zahnrad
Mit Computerprogrammen lassen sich Arbeitsprozesse genau aufeinander abstimmen. Chefs können so die Ressourcen ihres Unternehmens besser ausschöpfen.

Wer die Prozesskette in seinem Betrieb straffen will, kann dazu ein vielseitiges Werkzeug einsetzen: Enterprise Resource Planning (ERP). Der Begriff steht für Unternehmenssoftware, deren Einsatzspektrum von der Lagerhaltung und Produktionsplanung über die Warenwirtschaft und das Rechnungswesen bis hin zum Management von Kundenbeziehungen reicht. Moderne ERP-Systeme helfen nicht nur, Daten von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Maschinen und Produktionsmaterialien zu erfassen und auszuwerten. Sie sind auch in der Lage, Vorgänge selbst zu steuern. So ist es mit ihnen zum Beispiel möglich, fehlendes Material für einen Auftrag automatisch nachzubestellen oder Lieferanten an Termine zu erinnern.

ERP-Systeme gibt es seit Anfang der 90er Jahre. Anfangs handelte es sich um Produktionsplanungssysteme (PPS) mit einer Anbindung an das Rechnungs- und Finanzwesen. Nach und nach kamen weitere Funktionen hinzu, beispielsweise für das Personalwesen, die Logistik, das E-Business und das Customer Relationship Management (CRM). In Industrie und Handel haben diese Systeme weite Verbreitung gefunden. Auch im Handwerk spielen sie zusehends eine Rolle.

Gefragt sind sie hier überwiegend in der Maschinenbau-, Metall- und Elektrobranche sowie im Bau- und Baunebengewerbe. Dabei sind es in erster Linie größere Betriebe, die mit einem ERP-System ihre Prozesse optimieren. Doch auch für kleinere, „abrechnungsintensive“ Unternehmen kann sich ERP-Software bezahlt machen: „Ein Programm kann schon sinnvoll sein, wenn nur ein entsprechender Computerarbeitsplatz im Betrieb eingerichtet wird“, sagt etwa der EDV-Berater der Handwerkskammer Schwaben, Erhard Abel. Voraussetzung sei in jedem Fall, dass die Lösung zum Betrieb passt.

Wer nach einem Programm Ausschau hält, sieht sich einem kaum überschaubaren Angebot auf dem Markt gegenüber. Die Unterschiede zwischen ERP-Systemen sind zum Teil erheblich und für „Laien“ nicht leicht zu erkennen. Um einen Fehlgriff zu vermeiden, sollte man eine Reihe grundlegender Punkte beachten. Vor allem sollte man sich vor der Recherche klarmachen, für welche Aufgaben man die Software benötigt. Handwerkern reicht oft schon ein Bruchteil der Funktionen von ERP-Systemen, etwa für die Projekterfassung, die Kalkulation und Nachkalkulation, die Buchhaltung und die Lagerhaltung.



Weiterlesen:
  [ERP-Software verzahnt Prozesse]
  [Funktionsumfang und Auswahlkriterien]
  [ERP-Anbieter für KMU]


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