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08.07.2008
TECHNIK KOMPAKT
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Wirbel um Schaumdosen
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Baumärkte lassen Handwerker mit alten PU-Schaumdosen offenbar im Regen stehen: Nach Aussage der Deutschen Umwelthilfe unterrichtet der Handel „vollkommen unzureichend“ über die Rücknahmemöglichkeiten.

Ausgehärteter PU-Schaum gilt als unschädlich. Nicht so die alten Dosen. Sie enthalten giftige Stoffe und gehören laut Gesetzgeber zu den „besonders überwachungsbedürftigen" Abfällen. Alle Dosen müssen daher bei kommunalen Sammelstellen oder "Schadstoffmobilen" abgegeben werden. Die Baumärkte stehen in der Plicht, sachgerecht aufzuklären. Doch das scheinen sich viele zu schenken.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bundesweit Märkte getestet. Das Ergebnis gleicht einer schallenden Ohrfeige. Kunden werden "teilweise sogar bewusst irreführend über die Rücknahmemöglichkeiten" informiert, berichtet der Verein und betont: "Der Handel verstößt damit regelmäßig gegen die Verpackungsverordnung." Und das nicht erst seit gestern. Der Service habe sich im Vergleich zum Vorjahr "noch verschlechtert".

"Wir empfinden es als beschämend, dass zwischen dem zeitlichen Abstand zu den letzten DUH-Mahnschreiben und der Bereitschaft der Baumärkte, die Kunden sachgerecht zu informieren, offenbar ein steil abfallender linearer Zusammenhang besteht“, sagt Jürgen Resch. Der DUH-Geschäftsführer will den Marktbetreibern jetzt solange auf den Zahn fühlen, bis sich die Situation deutlich verbessert.

Die Umweltschützer werfen dem Handel auch vor, leere Versprechungen zu machen. Mehr als zwei Drittel der Märkte, die auf freiwilliger Basis die Rücknahme alter PU-Schaumdosen anbieten, halten laut DUH nicht Wort. Kunden würden nicht selten in rüdem Ton angefahren. Resch: "Der angebliche Service der Baumärkte erweist sich als gezielte Fehlinformation und Verbrauchertäuschung."

Link: www.duh.de

(mfi)


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