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02.07.2007
TECHNIK KOMPAKT
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Wachhund
Manche Einbrecher schrecken vor nichts zurück. So belehren Sie sie eines Besseren.

Die schweren Jungs sind auf Trab. Tatort Region Hannover: In mehr als 2500 Betriebe steigen sie Jahr für Jahr ein. Dabei haben sie leichtes Spiel. Denn die meisten Unternehmer schieben so gut wie keinen Riegel vor. Andere investieren zwar in Einbruchschutz, unterschätzen aber die Täter. „Die werden immer brutaler“, sagt Polizeihauptkommissar Lutz Wöckener. „Sicherheitsfenster rammen die einfach mit schwerem Gerät“, warnt der Experte für technische Prävention. Was tun?

Betrieben, die sich außerhalb eines Wohngebiets befinden, rät Wöckener, eine Alarmanlage einzubauen und mit einem Wachdienst zu verbinden. Keine „Billiggeräte aus dem Baumarkt“, sondern nur solche, die der Verband der Sachversicherer oder eine andere anerkannte Stelle zertifiziert hat, betont er. Knackpunkt: So eine Anlage kostet viel Geld. „Die Summe ist fünfstellig“, sagt Wöckener. Zudem schlage der Wachdienst mit 50 bis 100 Euro pro Monat zu Buche. Das alles ist für die Katz, wenn der Installateur sein Handwerk nicht beherrscht. Es gebe zuhauf schlecht qualifizierte Anbieter, berichtet der Polizist. Zuverlässige Kandidaten seien in den „Errichterlisten“ der Behörden aufgeführt.

In Gegenden, in denen Krach Anwohner alarmiert, geben Diebe häufig schon bei relativ einfachen nachrüstbaren Sicherungen auf. So etwa bei einbruchhemmenden Einsteckschlössern mit Profilzylinder und Schutzbeschlag. Oder bei Schließblechen und Bandsicherungen, die es erschweren, Türen aufzuhebeln. Auch Mehrfachverriegelungen mit Schwenkriegeln helfen, Diebe zu vertreiben. Bei Fenstern erledigen das abschließbare Griffe in Verbindung mit speziellen Beschlägen und Verbundsicherheitsgläsern.

Wer neu baut oder renoviert, für den bieten sich geprüfte einbruchhemmende Türen und Fenster nach DIN ENV 1627 an. Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag beziehungsweise Rahmen, Beschlag und Verglasung dieser Konstruktionen fügen sich zum Bollwerk. Welche Widerstandsklasse brauchen Betriebe? „WK 2 reicht in vielen Fällen“, sagt Lutz Wöckener.

Dass mechanische Sicherungen nicht ohne Wirkung bleiben, belegen Zahlen. Tatort Bayern: Die Zahl der an Türensicherungen gescheiterten Einbrüche in Betriebe ist in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 100 Prozent gestiegen. Bei Fenstern brechen laut Landeskriminalamt heute fast 90 Prozent mehr Langfinger ab.

Ob Alarmananlage oder WK2: Beide Lösungen sind teuer und bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Alternative? „Ein Zaun und ein scharfer Hund – das ist für kleine Betriebe immer noch die beste Lösung“, schmunzelt Wöckener.

(mfi)



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